Gleichzeitig wird der Betreiberin des Spitals Wetzikon, der GZO AG, Liquidität durch eine Auffangfinanzierung für den Fall, dass keine Bankfinanzierung zustande kommt, und bei Bedarf eine kurzfristige Finanzierung von bis zu 10 Millionen Franken zugesichert, wie Infracore am Donnerstag mitteilte.
Sollte bis Ende des dritten Quartals 2027 keine Finanzierung durch eine Bank auf Basis der offenen Forderungen der GZO zustande kommen, will Infracore selbst bis zu 80 Prozent des anrechenbaren Debitorenbestands finanzieren. Eine Kapitalzufuhr der Aktionärsgemeinden wäre laut Infracore damit nicht erforderlich.
Die Transaktion könne kurzfristig umgesetzt werden. Der Vollzug stehe einzig unter der Bedingung, dass die Gläubiger dem Nachlassvertrag zustimmen. Die Lösung sei zudem mit einer möglichen Übernahme des Spitalbetriebs durch die Thurgauer Spitalgruppe Thurmed vereinbar.
Infracore will ausserdem die Fertigstellung des Erweiterungsbaus vollständig finanzieren, sobald das Kerngeschäft der GZO stabilisiert ist.
Aevis nach Börsengang weiterhin beteiligt
Infracore ist seit Juli 2026 an der Schweizer Börse SIX kotiert. Beim Börsengang nahm das Unternehmen über eine Kapitalerhöhung rund 200 Millionen Franken ein. Die Beteiligungsgesellschaft Aevis Victoria verkaufte dabei keine Infracore-Aktien. Durch die Kapitalerhöhung sank ihr direkter und indirekter Anteil jedoch auf 22,6 von zuvor 29,8 Prozent.
jl/to
(AWP)

