Der Konzerngewinn erhöhte sich insgesamt um 60 Prozent auf 41,9 Millionen Franken. Bei einem 10 Prozent höheren Betriebsergebnis (EBITDA) von 108,2 Millionen ergibt sich eine Marge von 10,7 Prozent (VJ 10,1 Prozent).
Die operative Verbesserung sei im Wesentlichen auf eine Zunahme des Betriebsertrags bei einem gleichzeitig geringer wachsenden Betriebsaufwand zurückzuführen, teilte die Berner Spitalgruppe am Montag mit. So stieg der Betriebsertrag um 3,6 Prozent auf gut 1 Milliarde Franken, während der Aufwand lediglich um 2,9 Prozent auf rund 900 Millionen Franken zulegte.
Zum Ertragswachstum trug vor allem das ambulanten Geschäft mit einem Plus von 7,4 Prozent bei, während das stationäre Geschäft lediglich 1,3 Prozent zulegte. Das stationäre Geschäft ist mit einem Umsatzanteil von 58 Prozent allerdings deutlich grössere als das ambulante mit 28 Prozent.
Tarifumstellung belastet Cashflow
Belastet wurde dagegen der operative Cashflow durch die Einführung des neuen ambulanten Tarifsystems mit Tardoc und Pauschalen. Verzögerungen bei der Fakturierung führten im ersten Semester zu einem operativen Cashflow von -145,1 Millionen Franken nach +6,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Zur Überbrückung des daraus resultierenden Liquiditätsbedarfs seien die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöht worden, heisst es.
Für die weitere Entwicklung verweist die Insel Gruppe auf die Umsetzung ihrer Strategie 2035. Mit Blick auf 2027 sollen unter anderem die bislang zehn Medizinbereiche zu vier grösseren Organisationseinheiten zusammengeführt werden.
Gleichzeitig stehen mit einer Weiterentwicklung des ambulanten Tarifsystems, der einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen (EFAS) sowie der zweiten Etappe der Pflegeinitiative weitere Veränderungen an. Deren finanzielle Auswirkungen auf die Spitäler seien derzeit noch nicht abschliessend abschätzbar.
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(AWP)
