Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Strasse von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. In den vergangenen Wochen hat der Iran Angriffe auf Schiffe in der Meerenge intensiviert.
Damit war auch der Ölexport durch die Meerenge wieder zurückgegangen. Nach einem Hoch Mitte Oktober seien die Exporte durch die Strasse von Hormus zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Ende August gefallen, berichtete der Datenanbieter Kpler. In den vergangenen Tagen seien 45 Prozent des Öls im Vergleich zum Vorkriegsniveau exportiert worden.
Insbesondere auf einer südlichen Route entlang der Küste Omans hatten in den vergangenen Wochen Frachter unter Geleitschutz des US-Militärs Öl von Exporteuren am Persischen Golf transportiert. Dort waren zuletzt immer wieder Zwischenfälle gemeldet worden.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die USA in der Nacht zum Dienstag erneut Ziele auf der iranischen Insel Gheschm in der Strasse von Hormus angegriffen. Demnach wurde eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei./mar/DP/nas
(AWP)
