Nach Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hatten Bewohner der Metropolen trotz der schwierigen Wirtschaftslage vermehrt Luxusautos in wohlhabenden Vierteln beobachtet. Auch Elektrofahrzeuge und Geländewagen aus China prägen inzwischen das Strassenbild der Grossstädte. Einige wohlhabende Iranerinnen und Iraner betrachten ein teures Auto als Investition, da die Preise für Gebrauchtwagen relativ stabil bleiben.

Viele Iraner sparen jahrelang auf ein Auto

Im Iran sind Autos verhältnismässig teurer als in Deutschland. Einer der Hauptgründe ist der ausgeprägte Protektionismus: Importe waren lange Zeit mit wenigen Ausnahmen verboten. Stattdessen schützt die Regierung die heimische Industrie und deren Hunderttausende Arbeitsplätze. Benzin hingegen ist in dem ölreichen Land billig und kostet umgerechnet nur wenige Cent pro Liter.

Kleinwagen und Einstiegsmodelle sind mit umgerechnet gut 10.000 Euro bei einem durchschnittlichen Monatslohn von nur wenigen Hundert Euro für einen Grossteil der Bevölkerung extrem teuer. Viele Iranerinnen und Iraner sparen jahrelang auf ein Auto, das oft auch als Statussymbol gilt./arb/DP/jha

(AWP)