Dabei mangele es oft nicht an finanziellen Möglichkeiten, Geld in Digitalisierung, neue Anlagen und Energieeffizienz zu stecken, führt KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher zu den Ergebnissen des jüngsten «KfW-Mittelstandspanels» aus. «Die schlechte Nachricht ist: Zu viele Unternehmen investieren noch gar nicht oder zu wenig. Sie verschieben Investitionsvorhaben. Das ist problematisch für den Wirtschaftsstandort Deutschland.»

Teure Energie und viel Bürokratie bremsen

In Summe steckten kleine und mittlere Unternehmen hierzulande der Analyse zufolge im Jahr 2025 nominal rund 218 Milliarden Euro in neue Anlagen und Bauten und damit drei Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Bereinigt um Preissteigerungen (real) lag das Neuinvestitionsvolumen nach Berechnungen der KfW im dritten Jahr in Folge im Minus. Von 2019 bis 2025 sind die Unternehmensinvestitionen in Deutschland demnach preis- und kalenderbereinigt um 8,3 Prozent zurückgegangen.

Als grösste Investitionshemmnisse betrachten die Unternehmen laut Befragung aus dem September hohe Preise für Energie, Material und Löhne. Aber auch Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung und Bürokratie bremsen./ben/DP/jha

(AWP)