Auch im Westjordanland gebe es beim Vorgehen Israels eine grundlegende Verschiebung, so der König weiter. «Was einst ein schleichender Prozess war, ist explodiert in etwas viel Aggressiveres», sagte er. Abdullah II. sprach von «Zwangsvertreibung» im Westjordanland durch Israel, die ein Kriegsverbrechen darstelle.

Die Weltgemeinschaft würde den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nur noch «managen» und ihn nicht angehen. «Wir haben Werkzeuge: Sanktionen, Einfrieren von Vermögen, Embargos, diplomatische Isolation und wir haben sie schon anderswo eingesetzt. Aber mit Israel enden Resolutionen dort, wo sie begannen - auf dem Papier», beklagte der Monarch.

Jordanien fordert unverändert einen Palästinenserstaat entlang der Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Ein grosser Teil der Bevölkerung in Jordanien hat palästinensische Wurzeln, darunter Königin Rania. Jordanien hatte 1994 einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen und war nach Ägypten damit das zweite arabische Land, das Israel formell anerkannte./jot/DP/mis

(AWP)