Am Mittag beabsichtigte die Hälfte des eingeteilten Personals, die Arbeit niederzulegen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Syndicom am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Auslöser war die vom Just Eat vor ein paar Tagen angekündigte Massenentlassung, wie einem Schreiben an die Medien zu entnehmen ist. Rund 500 betroffenen Kurierinnen und Kurieren droht laut der Belegschaft die Kündigung.

Der Streik betrifft die Mittags- und Abendschicht bis 22.00 Uhr und wurde auf einen Tag angesetzt. Den Beschluss hatten die Beschäftigten nach Gewerkschaftsangaben am vorangegangenen Donnerstag gefasst, nachdem ihre Protestaktion Ende Oktober wirkungslos geblieben war.

Die Angestellten fordern den Stopp des Stellenabbaus sowie eine Verlängerung des Konsultationsverfahrens bis zum 30. November 2026. Ob er in den nächsten Tagen an weiteren Standorten fortgeführt wird, war zunächst nicht bekannt.

Gerichtsurteil schützt Arbeitsplätze in der Westschweiz

Der Essenslieferdienst Just Eat hatte die Reorganisation am 22. Oktober mit veränderten Kundenbedürfnissen begründet. Die Nachfrage nach Lieferungen verteile sich zunehmend über den ganzen Tag und reiche bis in die Nacht.

Mit fest angestellten Kurieren und Schichtplänen, die zwei Wochen im Voraus festgelegt würden, lasse sich diese Flexibilität nicht gewährleisten.

In Städten wie Zürich, Bern, Basel oder Winterthur sollen deshalb Selbstständige zum Einsatz kommen, während Kuriere in der Westschweiz aufgrund eines Gerichtsurteils angestellt bleiben.

(AWP)