Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor trotz der Kritik von US-Präsident Donald Trump neue Angriffe auf russische Ölraffinerien angekündigt. Die Zurückhaltung sei vorbei, sagte Selenskyj im Interview mit der «Financial Times». Demnach äusserte Selenskyj auch seine Verärgerung über den «gefährlichen» Mangel an US-Geheimdienstinformationen und die parallele Drosselung des Satelliteninternetdienstes Starlink, während Russland seine Angriffe auf die Ukraine intensiviere. Es wird spekuliert, dass Trump Selenskyj durch die Einschränkung der US-Unterstützung zu Zugeständnissen für Friedensverhandlungen mit Russland bewegen will.

Kallas sagte in Brüssel, die EU verfolge in diesem Krieg eindeutig einen anderen Ansatz. «Wir müssen den Aggressor unter Druck setzen, den Krieg zu beenden, und nicht das Opfer zur Kapitulation drängen», betonte sie. «Die Ukraine unter Druck zu setzen, ist nicht der richtige Ansatz.»/aha/DP/jha

(AWP)