Merz betonte das Interesse am kasachischen Öl «als Ersatz für das Öl, das wir aus Russland nicht mehr beziehen». Deutschland suche nach «Diversifizierung unserer Lieferbeziehungen, und da ist Kasachstan ein wichtiger Baustein», sagte der Kanzler. Details nannten beide nicht.
Kasachisches Öl war nach dem Bezugsstopp russischen Öls vor allem für die Raffinerie PCK Schwedt in Brandenburg von grosser Bedeutung. Im Mai hatte Russland aber im Zuge des Ukraine-Konflikts die Durchleitung von kasachischem Rohöl durch die Pipeline Druschba (Freundschaft) an PCK gestoppt. Bis dahin machte kasachisches Öl etwa ein Fünftel der dort verarbeiteten Menge aus. Die Raffinerie suchte andere Bezugsquellen, unter anderem über Polen.
Russisches Öl fliesst bereits seit 2023 nicht mehr zur PCK-Raffinerie. Die Raffinerie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter Treuhandverwaltung des Bundes stehen./vsr/DP/jha
(AWP)
