Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden. Am frühen Morgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu «bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden» führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte.
Das Innenministerium erklärte wenig später, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten. Eine Sprengstoffeinheit der Sicherheitskräfte sei vor Ort, um sich um mögliches Gefahrengut zu kümmern. Dem Verteidigungsministerium zufolge setzte der Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein.
Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und grossen Schäden.
Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Katars Produktion und der Transport über die Strasse von Hormus sind wegen des seit gut zweieinhalb Wochen andauernden Iran-Kriegs allerdings derzeit weitestgehend unterbrochen.
(AWP)

