Der Gewinn nach Steuern sank um sechs Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27 summierte sich das Minus auf 15 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Kosten für Treibstoff. Aus diesem Grund plant die Fluggesellschaft ein umfassendes Kostensenkungsprogramm.

Dabei stehen eine Reihe von Massnahmen zur Debatte: Dazu gehören die Überprüfung von Flughafenverträgen, eine mögliche Anpassung der Personalbesetzung an Bord sowie ein verstärkter Einsatz von künstlicher Intelligenz. «Alles steht zur Diskussion - von Lohnstopps bis hin zu anderen Bereichen», erklärte Finanzvorstand Neil Sorahan in einem Interview. «Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass das Ölpreisniveau in den kommenden zwölf Monaten hoch bleiben wird; wir werden also den Gürtel enger schnallen müssen.»

In den ersten sechs Monaten führte der Nahost-Konflikt bei den Verbrauchern zu einer gewissen Zurückhaltung und dazu, dass Flüge erst später gebucht wurden, erklärte Ryanair. Dies habe die Ticketpreise gedrückt. Da die Preise für Kerosin voraussichtlich auch im nächsten Jahr auf einem hohen Niveau bleiben werden, dürften die Flugpreise deutlich steigen, so das Unternehmen weiter.

(AWP)