Er sprach dabei von Starlink und Starshield. Letzteres ist ein gesondertes Produkt von SpaceX , das auf der Starlink-Technologie basiert, aber für staatliche und militärische Anwendungen ausgelegt ist. Ausserdem beklagte Selenskyj, dass die Lieferung von Abfangraketen gegen russische ballistische Raketen weiterhin verspätet sei. «Das ist ein echtes Problem, weil die Russen uns fast jeden einzelnen Tag angreifen», sagte er.

Präsidentenberater Serhij Beskrestnow hatte sich bereits zuvor zum Satelliteninternet geäussert. Es gebe vereinzelte Fälle, dass Starlink schneller funktioniere, aber dies liege eher am SpaceX-Algorithmus. «Derzeit können wir keine Aufhebung der Beschränkungen bei Starlink feststellen», schrieb er auf Facebook.

Ukrainische Drohnen verlieren Verbindung zu Satellit

Trump hatte am Donnerstag in Washington gesagt, SpaceX-Gründer Elon Musk habe die Drosselung aufgehoben. Am Freitag erklärte er dann vor Journalisten, dass er nicht mit Musk gesprochen habe. «Ich habe gehört, das Problem sei behoben, aber falls nicht, werde ich mit ihm sprechen», sagte er.

Das ukrainische Militär leidet seit vergangener Woche darunter, dass Flugobjekte bei einer Geschwindigkeit von mehr als 160 Kilometern in der Stunde ihre Verbindung zu den Starlink-Satelliten verlieren. Dies trifft Drohnenflüge zur Abwehr schneller russischer Jetdrohnen wie eigene ukrainische Angriffe.

Von Musk und der US-Regierung gab es widersprüchliche Angaben, warum das Satelliteninternet Starlink langsamer läuft. Politisch setzen die USA die Ukraine derzeit unter Druck, um sie kompromissbereiter gegenüber dem Angreifer Russland zu machen.

Selenskyj sprach zudem über den neuen Anlauf für Verhandlungen im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Der US-Unterhändler Steve Witkoff hatte kürzlich in Oslo mit Selenskyj und Europäern und anschliessend mit Kremlchef Wladimir Putin in St. Petersburg gesprochen. Es gebe eine Vereinbarung für ein Treffen von Teams aus der Ukraine, den USA und Russland, sagte Selenskyj nun. Geplant sei es in der ersten Novemberhälfte. Auch Moskau hatte ein Treffen mit US- und ukrainischen Vertretern nach dem 10. November in Aussicht gestellt./fko/DP/he

(AWP)