Für die Millionenstadt bedeutete dies, dass in einigen Teilen auch die Pumpen der Wasserversorgung ausfielen. Bei Luftangriffen auf Kiew am Mittwochabend waren zwei Menschen getötet worden, wie der Zivilschutz mitteilte. Eine Drohne hatte ein Hochhaus getroffen.
Frontnahe Gebiete ohne Strom
Auch in den frontnahen Gebieten Sumy, Charkiw, Donezk und Saporischschja brach nach russischen Angriffen die Stromversorgung zusammen. Soweit die Sicherheitslage es zulasse, werde an der Wiederherstellung gearbeitet, sagte Nekrassow.
Weil die Stromverteilung im Land gestört sei, müsse der Verbrauch in mehreren Regionen für Gewerbe wie private Verbraucher eingeschränkt werden. Dies geschehe schichtweise, sagte der Vizeminister.
Die Ukraine hat damit gerechnet, dass die russische Armee mit Beginn der kalten Jahreszeit ihre Angriffe auf das Energienetz wieder verstärkt. Seit den Zerstörungen im vergangenen Winter sind einige Kraftwerke repariert worden. Kleinere, dezentrale Kapazitäten zur Stromversorgung wurden aufgebaut.
Trotzdem wird das Netz vor grossen Belastungen stehen. Nach Beobachtung der ukrainischen Flugabwehr setzt die russische Armee Drohnen mit einer Zusatzvorrichtung ein, die Hochspannungsmasten und -leitungen zerstören. Russland versucht seit mehr als viereinhalb Jahren, das Nachbarland in einer grossangelegten Invasion zu unterwerfen./fko/DP/nas
(AWP)
