Aktien Schweiz Eröffnung: Festere Kurse am Verfallstag

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert zum Wochenschluss fester. Die Anleger schwankten zwischen Konjunkturhoffnungen und der Angst vor einer zweiten Welle der Ansteckungen mit Covid-19 hin und her, heisst es am Markt, "Und derzeit überwiegen anscheinend die Konjunkturhoffnungen", sagt ein Händler und verweist auf die US-Konjunkturzahlen vom Vortag, wonach sich die Aussichten in den USA aufgehellt haben.
19.06.2020 09:44

Zudem dürfte auch der grosse Quartals-Verfall an der Eurex den Markt stützen, heisst es. Bei dem alle drei Monate stattfindenden Hexensabbat verfallen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Dabei kann es bei überdurchschnittlichen Umsätzen zu heftigen Kursausschlägen kommen. Ob die Gewinne gehalten oder noch ausgebaut werden können, hängt laut Händlern auch davon ab, ob im Verlauf die Corona-Sorgen wieder aufflammen oder die geopolitischen Spannungen für Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende sorgen.

Der SMI notiert um 09.25 Uhr 0,42 Prozent höher bei 10'228,89 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,33 Prozent auf 1'521,27 und der breite SPI um 0,50 Prozent auf 12'664,12 Zähler. Bei den 30 SLI-Werten legen zwei Drittel zu und ein Drittel gibt nach.

Angeführt werden die Gewinner von zyklischen Werten wie Ams (+3,0%), Richemont (+1,72%), Swatch (+0,8%) und ABB (+0,8%).

Uneinheitlich sind die Finanzwerte. Credit Suisse (+0,1%) sind fester und UBS (-0,3%) schwächer. Bei den Versicherern gewinnen Swiss Re (+0,8%), Swiss Life (-0,6%) und Zurich (-0,1%) geben nach.

Die Marktschwergewichte Roche (+1,2%), Nestlé (+0,6%) und Novartis (+0,2%) gewinnen an Wert.

Bei den Verlierern ist kein klarer Trend auszumachen. Am Ende der Rangliste stehen die zyklischen Adecco (-0,8%) und LafargeHolcim (-0,7%), aber auch Givaudan (-0,3%) und Sonova (-0,1%) geben nach.

Am breiten Markt fallen SoftwareOne um 6,9 Prozent auf 22,90 Franken. Drei Grossaktionäre haben ihre Beteiligung deutlich abgebaut und 17 Millionen Aktien zu je 22,50 Franken platziert.

GAM büssen drei Prozent ein. Das Fondshaus erwartet wegen Wertberichtigungen einen Konzernverlust nach IFRS von 400 Millionen Franken.

Meyer Burger steigen um 2,6 Prozent. Die in der Solarenergie tätige Firma will sich neu ausrichten und prüft den Aufbau einer eigenen Zell- und Modulproduktion in Deutschland. Zur Finanzierung des Aufbaus von Produktionskapazitäten ist eine Kapitalerhöhung im Volumen von 165 Millionen Franken geplant.

pre/kw

(AWP)