Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet neue Woche mit Verlusten

Am Schweizer Aktienmarkt setzt sich die Konsolidierung der vergangenen Woche fort, wobei weiterhin die defensiven Schwergewichte Mühe haben. Händler sprechen derzeit verstärkt von einem Reflationshandel, der Fahrt aufnehme. Die Erwartungen einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung und einer höheren Inflation komme den zyklischen Anlagen auf Kosten der defensiven Anlagen zugute.
22.02.2021 09:35

Zuletzt sind aber auch die Bewegungen an den Anleihemärkten aus diesem Grund verstärkt in den Fokus der Investoren gerückt. Die Aussicht auf eine stärkere wirtschaftliche Erholung und eine noch höhere Kreditaufnahme im Zuge des 1,9-Billionen-Dollar-Konjunkturpakets von Präsident Joe Biden belastet Bond-Kurse. Hinzu kommt die Erwartung, dass die Covid-Impfstoffe tatsächlich der Game Changer im Jahr 2021 sein werden. Die Impfungen dürften es den Ländern möglich machen, ihre Volkswirtschaften endgültig wieder zu öffnen, kommentierte ein Händler dazu. In diesem Umfeld trennen sich Anleger verstärkt von ihren Anleihen im Portfolio, was wiederum die Renditen weiter nach oben treibt.

Der SMI verliert gegen 09.15 Uhr 0,75 Prozent auf 10'624,08 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 0,65 Prozent auf 1'718,37 und der umfassende SPI um 0,57 Prozent auf 13'327,40 Zähler. Von den 30 SLI Werte geben 27 nach und drei legen zu.

Zu diesen wenigen Gewinnern zählen etwa Kühne+Nagel (+2,1%). Das Logistikunternehmen macht einen grossen Expansionsschritt und übernimmt die chinesische Apex International Corporation. Damit wird die Präsenz im asiatischen Raum massiv ausgebaut. Bei Vontobel wird der Schritt als strategischer Meilenstein bewertet.

Nach den Zahlen am Freitag haben sich nun im Anschluss verschiedene Analysehäuser zu Sika (+0,5) geäussert und ihre Kursziele nach oben angepasst. Der Tenor der Experten lautet: Sika hat auch 2021 gute Wachstumschancen.

Dem stehen Verluste von jeweils mehr als 1 Prozent bei Lonza, Straumann und dem Schwergewicht Nestlé gegenüber. Nach den Zahlen vergangene Woche haben an diesem Montag noch weitere Analysten ihre Kursziele für den Nahrungsmittelriesen gesenkt.

Im breiten Markt profitieren Stadler (+4,6%) von einer Höherstufung durch die UBS, während Tecan (-4,0%) laut Händlern unter einer Rückstufung durch eine US-Bank leiden.

hr/uh

(AWP)