Der SMI reagierte unmittelbar kaum auf die Daten aus den Vereinigten Staaten, fiel dann aber am Nachmittag kurzzeitig unter die Marke von 12'150 Punkten. Der Dollar reagierte hingegen deutlich positiv auf die guten Jobdaten aus den USA und stieg nach deren Veröffentlichung wieder über die Marke von 0,91 Franken.

Der SMI verlor 0,19 Prozent auf 12'176,3 Punkten. Im Vergleich zur Vorwoche resultierte jedoch ein Plus von 0,49 Prozent. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, schloss am Berichtstag 0,09 Prozent tiefer bei 1982,03 Punkten, während der breite SPI bei 15'637,4 Zählern mit 0,3 Prozent im Minus den Handel beendet hat. Von den SLI-Titeln standen bei Handelsschluss 14 Gewinner 16 Verlierern gegenüber.

Bei den Blue Chips waren zum Wochenschluss vor allem Finanzwerte und konjunktursensitive Titel gefragt. Auf der Top-Position schlossen Adecco mit einem Plus von 2,1 Prozent. Die Papiere, die im bisherigen Jahresverlauf schon über 10 Prozent gesunken sind, profitieren von der positiven Situation auf dem US-Arbeitsmarkt.

Weiter landete auch Swatch (+2%) im SMI auf dem Podest. Der zweite Luxuswert Richemont gewann mit 0,5 Prozent ebenfalls leicht dazu. Bei den beiden Uhren-Titeln ist nach den vergangenen Handelstagen mit Verlusten nun eine gewisse Gegenbewegung auszumachen.

Als zweitbester Titel schloss die CS mit einem Plus von 2 Prozent. Die Aktien der Grossbank haben im bisherigen Jahresverlauf mit minus 17,1 Prozent zwar die schlechtestes Performance im SLI abgeliefert. Heute wurde die Bank aber von den Händlern für die Neuigkeit belohnt, dass sie nach der schwerwiegenden Greensill-Pleite Rückzahlungen an die Investoren ihrer "Virtuoso-Fonds" vornimmt.

Konkurrentin UBS legte um 1,7 Prozent zu. Die Versicherungen Zurich (+1,4%), Swiss Re (+1,1%) und Swiss Life (+0,6%) sowie Julius Bär (+1,25%) schlossen ebenfalls alle deutlich positiv. Gute Impulse für die Finanzbranche kamen etwa von der niederländischen Bank ING, die heute starke Gewinnzahlen vorgelegt und eine Milliarden-Ausschüttung angekündigt hatte sowie von der deutschen Versicherung Allianz, die die jüngsten Katastrophenschäden offenbar locker wegsteckt.

Ansonsten standen weitere konjunktursensible Aktien wie Clariant (+1,6%) und Holcim (+0,4%) auf den Einkaufslisten der Händler. Andere, wie Sika (-0,9%) oder Geberit (-1,1%) mussten nach den jüngsten Gewinnen etwas Federn lassen.

Am schwächsten gingen bei den Blue Chips Swisscom (-1,6%) aus dem Handel, die am Vortag noch auf der Welle ihrer positiven Halbjahreszahlen geritten waren. Lonza büssten mit 1,6 Prozent am zweitmeisten ein.

Belastet wurde der SMI vor allem vom Pharma-Schwergewicht Roche, das 1,4 Prozent einbüsste und damit der drittschwächste Titeln unter den Blue Chips war. Auch Roche hatte gestern noch Höchststände erreicht, jetzt strichen die Aktionäre wohl Gewinne ein.

Auf den Verkaufslisten der Händler standen auch die anderen gesundheitsnahen Werten wie Lonza (-1,6%), Sonova (-1,1%) und Straumann (-1%), die zuletzt allesamt starke Performances an der Börse gezeigt hatten. Das zweite Schwergewicht Novartis schloss hingegen mit 0,2 Prozent leicht positiv.

Im breiten Markt fielen Bystronic (-2,9%) auf, die nach der Präsentation von starken Halbjahreszahlen ihre Gewinne vom gestrigen Handelstag wieder einbüssten. Auch Swissquote (-2,2%), welche heute Zahlen deutlich über den eigenen Erwartungen präsentierten, büssten ihre morgendlichen Gewinne im Laufe des Nachmittags wieder ein.

tv/mk

(AWP)