Aktien Schweiz Vorbörse: Erneut verhaltener Auftakt erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte sich auch am Dienstag zunächst schwer tun. Die freundlichen Vorgaben der Wall Street vermochten zwar die asiatischen Börsen zu stützen. Hierztulande zeichnet sich allerdings aktuell ein durchwachsener Start ab. Damit dürfte der Markt an seine Tendenz vom Montag anknüpfen, als er über weite Strecken zwischen leichten Gewinnen und Verlusten gependelt ist.
30.06.2020 08:45

Die am Morgen in China veröffentlichen Konjunkturdaten werden unisono von Händlern als positiv gewertet. Der Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie ist etwas stärker als erwartet gestiegen und schürt damit gewisse Konjunktur-Hoffnungen. Dass die japanische Industrieproduktion im Mai dagegen stärker als erwartet gesunken ist, falle angesichts der China-Daten weniger stark ins Gewicht. Generell sind sich Händler einig, dass der Markt weiter hin- und hergerissen ist zwischen Hoffen und Bangen, was das Coronavirus und dessen Auswirkungen betrifft.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI notiert gegen 08.30 Uhr um 0,07 Prozent tiefer bei 10'052,94 Punkten. Er ist damit aber auf gutem Weg, das zweite Quartal mit einem klaren Plus abzuschliessen. Das erste Quartal war bekanntlich im Zuge der Coronakrise deutlichen negativ.

Bei den Blue Chips fallen Richemont (+0,4%) mit einem Plus auf. Hier dürfte die Credit Suisse mit einem erhöhten Kursziel für etwas Schwung sorgen, wenngleich die Erwartungen an das erste Quartal alles andere als optimistisch sind. Alle anderen SMI-Titel notieren derweil leicht im Minus.

In den hinteren Reihen weiss Leonteq zu gefallen, wie das vorbörsliche Plus von 5,4 Prozent zeigt. Der Finanzdienstleister geht mit dem Vermögensverwalter BlackRock eine strategische Partnerschaft im Bereich strukturierte Anlageprodukte ein. Im Handel wird die Zusammenarbeit als ein Zeichen der Zuversicht gewertet.

Auch der Automobilzulieferer Autoneum (+1,9%) kann mit seiner angepassten Finanzierung vorbörslich überzeigen. Mit den Massnahmen soll die Liquidität und langfristige Finanzierung des Unternehmens sichergestellt werden.

Schwächer tendieren derweil die Aktien des Backwarenkonzerns Aryzta (-0,5%). Dieser berichtete am Morgen, dass sich der Umsatzschwund im bisherigen Verlauf des vierten Quartals (per Ende Juli) gegenüber den Vormonaten etwas verlangsamt hat.

Die Titel von Barry Callebaut fallen mit -1,3 Prozent noch etwas deutlicher. Hier reagieren Investoren verschnupft auf eine Abstufung durch Morgan Stanley.

hr/uh

(AWP)