Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas fester erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag mit leichten Gewinnen in die Sitzung starten. Die Vorgaben aus den USA seien insgesamt freundlich, heisst es am Markt, wobei vor allem Technologiewerte gefragt waren. Der Standardwerteindex Dow Jones konnte sich dagegen nur knapp behaupten. Freundlich ist die Stimmung dagegen in Asien, wo sich die Märkte von den Vortageseinbussen erholen konnten. Zudem läuft die Schweizer Wirtschaft weiterhin auf Hochtouren: Die Exporteure haben im September zwar die Rekordausfuhren des Vormonats nicht mehr ganz erreicht. Für das gesamte dritte Quartal resultiert gleichwohl ein neuer Höchstwert.
19.10.2021 08:45

Derzeit richten die Anleger ihren Blick vor allem auf die laufende Bilanzsaison, von der kurzfristig die stärksten Impulse ausgehen dürften. Während diese in der Schweiz allerdings erst am Mittwoch mit den beiden Blue Chip-Unternehmen Nestlé und Roche so richtig losgeht, stehen in Europa und den USA bereits heute zahlreiche Firmen wie etwa die US-Konsumgüterkonzerne Johnson & Johnson, Philip Morris und Procter & Gamble in den Startlöchern.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.15 Uhr 0,22 Prozent höher bei 11'994,63 Punkten. Sämtliche 20 SMI-Werte werden fester gestellt.

Die Aktien von Lonza (+1,1% auf 732,10 Fr.) werden dabei deutlich höher indiziert. Berenberg hat das Kursziel für den Pharmazulieferer auf 870 von 760 Franken erhöht und die Einstufung auf "Buy" belassen.

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse sind um 1,0 Prozent höher gestellt. Die Titel der Rivalin UBS gewinnen vorbörslich "nur" 0,2 Prozent.

Nur leicht höher sind auch Sonova (+0,2%). Wie der Hörgerätespezialist mitteilt, verzögert sich die Übernahme der Sennheiser-Consumer-Division um rund drei Monate bis zum Ende des Geschäftsjahres Ende März 2022.

Um rund ein halbes Prozent gewinnen die beiden Uhrenhersteller Richemont und Swatch. Im September wurden erneut mehr Zeitmesser ins Ausland exportiert als vor Jahresfrist und die Uhrenexporte haben damit auch das Niveau der Vor-Coronazeit übertroffen.

Deutlich tiefer gestellt werden die Aktien von Bachem (-3,9% auf 803,55 Fr.) Der Pharmaauftragsfertiger hat mit einer Kapitalerhöhung 583,5 Millionen Franken eingenommen. Dabei platzierte Bachem fünf Prozent des ausstehenden Kapitals oder 750'000 Aktien zu 778 Franken. Zum Schlusskurs vom Vorabend bei 836 Franken entspricht dies einem Abschlag von 7 Prozent.

pre/uh

(AWP)