Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht tiefere Eröffnung erwartet

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Dienstag eine leicht tiefere Eröffnung ab. Eine gewisse Unterstützung liefern dabei die US-Vorgaben. An der Wall Street haben die wichtigsten Indizes am Montag allesamt neue Rekorde erzielt und der breite S&P 500 hat dabei erstmals jenseits der 4700-Punkte-Marke geschlossen. In Asien sind die Märkte den freundlichen Vorgaben allerdings nur im frühen Handel gefolgt. Dort ist das Bild mittlerweile eher gemischt.
09.11.2021 08:45

Händler verweisen einerseits auf die auslaufende Berichtssaison, mit der auch der Nachrichtenfluss abebbt. Insgesamt sei die Bilanz aber gut, der Mehrzahl der Unternehmen sei es gelungen, besser als erwartet abzuschneiden. Auch auf Konjunkturseite ist die Agenda diese Woche überschaubarer. "Da sich die Gewinnsaison für das dritte Quartal dem Ende zuneigt, werden die Wirtschaftsdaten bis zum Jahresende in den Fokus der Anleger rücken", kommentiert ein Stratege. So werden diese Woche in den USA Produzenten- und Konsumentenpreise veröffentlicht.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI wird gegen 08.15 Uhr um 0,13 Prozent niedriger bei 12'337,34 Punkten indiziert. Zum Wochenstart hatte er noch fester geschlossen, nachdem er bereits die fünf Handelswochen davor jeweils mit Gewinnen beendet hatte.

Von den 20 SMI-Werten geben alle bis auf Alcon (+0,4%) und Holcim (+0,1%) nach. Bei Alcon verweisen Händler auf die am Abend nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen. Nach einem sehr guten zweiten Quartal seien die Erwartungen an den Augenheilkonzern hoch. Zudem hat die SocGen das Kursziel nach oben angepasst und sich zuversichtlich für die weiteren Aussichten geäussert.

Derweil reichen die Abgaben der übrigen SMI-Titel von -0,1 Prozent bei SGS bis -0,9 Prozent bei den Aktien der Credit Suisse. Laut Händlern haben die Experten von KBW die Papiere abgestuft.

Zahlen hat am Morgen noch die Swiss Life (-0,2%) geliefert. Der Versicherer hat aus buchhalterischen Gründen in den ersten neun Monaten 2021 in der Schweiz weniger Prämien eingenommen als noch vor Jahresfrist. Gleichzeitig legte die Gruppe im Kommissionsgeschäft weiter kräftig zu. Bei Vontobel heisst es, die Zahlen bestätigten die Stärke des Versicherers.

Auch die Zahlen von PSP (+0,4%) kommen in den hinteren Reihen gut an. Der Immobilienkonzern hat in den ersten neun Monaten deutlich mehr verdient und hebt die Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht an. Hier lauten die ersten Kommentare "solide".

hr/ra

(AWP)