Aktien Schweiz Vorbörse: SMI zum Auftakt leicht tiefer erwartet

Das Wechselbad zwischen Bangen und Hoffen in Zeiten der Coronakrise ist nach wie vor nicht ausgestanden. Das zeigte sich in dieser Woche einmal mehr am Schweizer Aktienmarkt sowie an den übrigen Börsen weltweit. Entsprechend dürfte das Tauziehen zwischen diesen entgegengesetzten Kräften auch zum Wochenschluss weitergehen. Dabei deuten die vorbörslichen Indikatoren zunächst auf einen leicht tieferen Start in den Handelstag hin.
10.07.2020 08:43

Der Leitindex SMI dürfte damit seinen Zickzackkurs der letzten Tage fortsetzen. Nach einem zum Teil sehr freundlichen Verlauf am Donnerstag überwogen zum Handelsschluss erneut die Sorgen um die steigenden Infektionszahlen etwa in den USA und den möglichen wirtschaftlichen Folgen, die ein erneuter Lockdown auf die Wirtschaft hätte. Das hat sich zuletzt vor allem negativ auf Aktien aus der Finanzbranche niedergeschlagen, während Technologietitel weiter im Höhenrausch sind, speziell an der US-Börse Nasdaq.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI verliert gegen 8.15 Uhr 0,20 Prozent auf 10'123,41 Punkte. Alle 20 SMI-Titel fallen zwischen 0,1 und 0,3 Prozent zurück.

Wie bereits am Donnerstag im späten Handel, gehören am Freitag vorbörslich die Papiere der beiden Grossbanken CS und UBS mit Abgaben von jeweils 0,3 Prozent zu den grösseren Verlierern. Mit ABB und Adecco (beide -0,3%) ergänzen noch zwei Zykliker die Liste der leicht überdurchschnittlichen Verlierer.

Es sind aber vor allem Vertreter der hinteren Reihen, die am Freitagmorgen mit grösseren Kursbewegungen auffallen. Allen voran sacken die Aktien vom Reisedetailhändler Dufry um mehr als 5 Prozent ab. Die weiter rasant steigenden Zahlen der Neuinfektionen etwa in den USA sei ein schlechtes Omen gerade für die geplagte Reisebranche, heisst es im Handel. Zudem empfehlen die Experten von Mainfirst die Aktie neu zum Verkauf.

Auch die Aktien vom Industriekonzern Huber + Suhner fallen mit -2,2 Prozent vorbörslich überdurchschnittlich zurück. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr.

Das Spezialchemieunternehmen Ems hat am Morgen ebenfalls über den Verlauf des ersten Halbjahres berichtet. Umsatz und Gewinn sind deutlich eingebrochen. Die hohen Margen konnte das Unternehmen aber verteidigen.

hr/tt

(AWP)