Aktien Schweiz Vorbörse: Sorgen um zweite Coronawelle dürften belasten

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich ein deutlich schwächerer Start in die neue Handelswoche ab. Die Vorgaben sind dabei tendenziell negativ. In den USA war die Börse am vergangenen Freitag nach dem europäischen Börsenschluss noch klar ins Minus gedreht. Händler verweisen vor allem auf die jüngsten Nachrichten über die steigenden Neuinfektionen weltweit mit dem Coronavirus. Dies hat grosse Konzerne wie etwa Apple dazu veranlasst, einige Geschäfte wieder zu schliessen, was eine Signalwirkung am Markt haben dürfte.
22.06.2020 08:45

Nach der starken Vorwoche zeichnet sich also eine Konsolidierung ab. Es herrsche ein Krieg zwischen Bullen und Bären, kommentierte ein Händler das Geschehen. Dabei dürfte der Markt die jüngste Phase von 'geradewegs nach oben' hinter sich gelassen haben. Auch wenn die Investoren erkannt hätten, dass das Coronavirus nicht das Weltende bedeute, bleibe die Angst in den Köpfen vieler Investoren.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI verliert gegen 08.20 Uhr 0,77 Prozent auf 10'187,54 Punkte. Bis auf SGS werden alle 20 SMI-Werte tiefer indiziert. In der Vorwoche hat der Leitindex annähernd 5 Prozent hinzugewonnen.

Neben den beiden Grossbanken CS (-1,7%) und UBS (-1,0%) fallen noch die beiden Zykliker ABB (-1,7%) und Adecco (-1,0%) mit überdurchschnittlichen Abgaben auf. Alle vier haben in der Vorwoche bereits der SMI-Entwicklung hinterhergehinkt.

Dass sich die Aktien vom Warenprüfkonzern SGS dem schwächeren Trend mit einem vorbörslichen Plus von 0,5 Prozent widersetzen können, liegt vor allem an der Credit Suisse. Die CS-Analysten haben die Aktien am Morgen auf Neutral hochgestuft.

Bei Partners Group (+1,2%) fällt die Kurs-Reaktion noch etwas deutlicher aus. Hier haben die Experten von Goldman Sachs neu eine Kaufempfehlung für die Aktien ausgegeben.

Mit eigenen Nachrichten fallen im breiten Markt noch die Aktien von Basilea positiv aus dem Rahmen. Die Papiere legen um 1,5 Prozent zu, nachdem dem Biopharmaunternehmen eine weitere Meilensteinzahlung in Höhe von 5 Millionen Franken erhält.

hr/uh

(AWP)