Aktien Schweiz Vorbörse: Verkaufstrend dürfte anhalten

Zur Wochenmitte dürfte der Schweizer Aktienmarkt voraussichtlich an seine jüngste Verlustserie anknüpfen und schwächer starten. Dass der SMI vorbörslich nur knapp im Minus indiziert wird, verdankt er vor allem den drei Schwergewichten, die mit nahezu unveränderten Kursen gestellt werden. Derweil hat sich Ausverkauf von US-Aktien weiter auf andere Länder und Sektoren ausgeweitet. In Asien geht es denn auch zur Wochenmitte weiter abwärts. Für die derzeitige Schwäche werden mehrere Argumente angeführt, wobei die Hauptsorge dem jüngsten Anstieg der Rohstoffpreise gilt, der in den kommenden Wochen und Monaten zu einer stärkeren dauerhaften Inflation führen könnte.
12.05.2021 08:45

Entsprechend gespannt warten Börsianer auf die Veröffentlichung des US-Konsumentenpreisindex (CPI) für April am Nachmittag. Ökonomen rechnen damit, dass der CPI-Kernwert den zweiten Monat in Folge deutlich steigen wird. Bis zur Bekanntgabe dürfte der Handel weiter nervös bleiben und die Bereitschaft zu Abgaben anhaltend hoch sein. Vor allem für Technologiewerte war die Angst, an diesem Nachmittag eine hohe Inflationsrate zu sehen, seit Wochenbeginn ein Alptraum. Entsprechend gut sieht ein Händler die Chance auf eine Erleichterungsrallye in allen Sektoren, sollten die Inflationsdaten nicht den Markterwartungen entsprechen. Auch die sich akzentuierenden Spannungen im Nahen Osten könnten laut Händlern auf die Kurse drücken.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI zeigt sich gegen 08.20 Uhr mit einem Minus von 0,01 Prozent nahezu unverändert bei 10'988,68 Punkten. Alle 20 SMI-Werte bis auf Zurich (+1,3%) werden tiefer indiziert.

Der Versicherer ist gut ins Jahr 2021 gestartet und im ersten Quartal klar gewachsen. Zulegen konnte die Gruppe in erster Linie im Schadengeschäft, unter anderem dank steigender Preise. Leicht rückläufig war dagegen das Neugeschäft in der Lebensparte. Unterstützung erhalten die Aktien zusätzlich von guten Zahlen des deutschen Konkurrenten Allianz.

Die übrigen Blue Chips werden entweder nahezu unverändert erwartet wie etwa Novartis oder mit knappen Abgaben von 0,1 Prozent, wie ABB oder die CS. Die US-Vorgaben sind denn auch vor allem für Branchen wie Finanzen oder auch Industrie recht negativ. Diese Branchenindizes haben am Dienstag in den USA mit am stärksten Federn gelassen.

Im breiten Markt stellen die Anteilsscheine von Dufry (+1,4%) vorbörslich einen positiven Ausreisser dar. Händler verweisen auf eine neue Konzession für den internationalen Flughafen Teesside in Nordengland, den sich das Unternehmen gesichert habe.

hr/rw

(AWP)

 
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