Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert - Nestlé-Dividendenabgang belastet SMI

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte insgesamt wenig verändert in die verkürzte Handelswoche starten. Der Wochenauftakt wird dabei allerdings vom Dividendenabgang des Schwergewichts Nestlé geprägt, der die Entwicklung des Leitindex SMI belastet. Ansonsten ist im vorbörslichen Geschäft wenig Bewegung auszumachen, sowohl die Vorgaben aus den USA als auch jene aus Asien geben den europäischen Märkten keine klare Richtung vor. Die Stimmung sei angesichts der politischen Entwicklungen von Vorsicht geprägt, heisst es.
10.04.2017 08:45

Am Markt warten die Anleger auf frische Impulse. Ende der vergangenen Woche hatte die sich zuspitzende Lage in Syrien und ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht die Anleger etwas aus der Ruhe gebracht. Die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes werde jedoch eher Witterungseffekten zugeschrieben und nicht als eine Trend-Schwächung gesehen, so ein Händler.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.25 Uhr 0,53% bzw. 45,76 Stellen tiefer bei 8'595,15 Punkten.

Die Nestlé-Titel büssen im vorbörslichen Geschäft 2,18 CHF oder 2,8% ein, der Dividendenabgang beträgt 2,30 CHF je Titel. Rechnerisch kostet dieser Effekt den SMI gegen 60 Indexpunkte. Nicht betroffen davon ist allerdings der Performance-Index SPI, in welchem die Dividendenzahlungen nicht abgezogen werden.

Nebst Nestlé verlieren auch die Papiere des (im SPI vertretenen) Industriekonzerns Sulzer (-3,0% bzw -3,28 CHF) unter dem Eindruck des Dividendenabgangs deutlich an Wert. Die Sulzer-Aktionäre kommen in den Genuss einer Dividende von 3,50 CHF je Titel.

Die restlichen vorbörslich gehandelten SMI-Titel liegen derweil leicht im Plus mit Avancen bis zu 0,3%. Am stärksten stehen dabei Zykliker wie Adecco und ABB sowie die Grossbank UBS im Plus.

Aber auch die Pharmaschwergewichte Novartis und Roche gewinnen je 0,2%. Dabei könnten die Roche-Genussscheine am Berichtstag von positiven Studiendaten zu Alecensa profitieren. Das Mittel hat die für die Phase-III-Studie ALEX gesetzten Ziele erreicht. In der Studie erwies sich das Mittel bei der Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs als überlegen gegenüber der Behandlung mit Crizotinib von Pfizer.

Im breiten Markt hat sich das Telemedizinunternehmen LifeWatch gegen das Übernahmeangebot der Klinik- und Hotelbetreiberin Aevis Victoria entschieden und sich mit BioTelemetry auf eine Übernahme geeinigt. Das US-Unternehmen bietet je LifeWatch-Aktie entweder 10,00 CHF in bar sowie 0,1457 Aktien von BioTelemetry, wobei sich dafür ein Gegenwert von 4,00 CHF pro LifeWatch-Aktie errechnet.

Weiter legten die Elektrotechnik-Gruppe Burkhalter und der Energiekonzern Romande Energie Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 vor. Burkhalter gelang es, die Marge bei einem leicht gestiegenen Umsatz zu verbessern und den Aktionären wird eine höhere Dividendenzahlung in Aussicht gestellt. Auch Romande Energie bezahlt mehr Dividende, nachdem die Gruppe wieder deutlich mehr Gewinn erzielen konnte. Im Jahr 2015 hatte die Beteiligung an Alpiq das Ergebnis schwer belastet.

mk/uh

(AWP)