Morning Briefing - International

29.03.2017 07:36

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - AUF REKORDKURS - Der Dax marschiert am Mittwoch wohl weiter in Richtung Rekordhoch bei 12 390 Punkten: Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,28 Prozent höher auf 12 183 Punkte. Die Reaktion auf die Schlappe von Donald Trump mit seiner Gesundheitsreform sei überraschend so verhalten gewesen, dass viele Anleger nun wieder nachlegen müssen, schrieb Marktanalyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets. Dank der US-Verbraucherstimmung auf dem höchsten Stand seit über 16 Jahren hätten sie den "Trumpcare-Rückschlag" abgehakt.

USA: - GEWINNE - Der Dow Jones Industrial hat dank guter Konjunkturdaten eine achttägige Verlustserie beendet. Der US-Leitindex und auch die anderen wichtigen Börsenbarometer schlossen am Dienstag klar im Plus. Die Verbraucherstimmung in den USA machte im März einen grossen Sprung nach oben und erreichte den höchsten Stand seit über 16 Jahren. Die Nachricht sei in Anbetracht des bereits unerwarteten Anstiegs im Vormonat sehr positiv zu beurteilen und mit einem robusten Konsumwachstum vereinbar, schrieb Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba.

ASIEN: - UNEINHEITLICH - An den Börsen Asiens ausserhalb Japans sorgte der Konjunkturoptimismus und die Kursgewinne an der Wall Street ebenfalls für überwiegend gute Stimmung. Am japanischen Aktienmarkt gab es nach schwächer als gedachten Einzelhandelsdaten indes teils Verluste. Der Nikkei 225 trat zuletzt nahezu auf der Stelle.

DAX             12 149,42	1,28%
XDAX           	12 173,54	1,18%
EuroSTOXX 50	  3465,07	0,81%
Stoxx50        	  3135,75	0,57%

DJIA             20701,50	0,73%
S&P 500        	  2358,57	0,73%
NASDAQ 100  	  5407,21	0,61%

Nikkei 225      19 211,11   0,04% (7:18 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - SCHWÄCHER - Analyst Dirk Gojny von der National-Bank rechnt mit einem schwöcheren Start am Rentenmarkt. Der Bund Future sollte mit Kurverlusten in den Tag starten und sich zwischen 159,70 und 161,05 bewegen, schrieb der Experte in seinem Morgenkommentar. Er verwies auf die guten Stimmungsdaten der US-Verbraucher. Zudem schienen die Investoren das Desaster rund um die Reform von Obamacare nicht mehr stark zu gewichten.

Bund-Future	160,26	-0,01%

DEVISEN: - GEDÄMPFT - Der Euro war am Mittwochmorgen im Vergleich zum Vorabend wenig verändert. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0806 US-Dollar gehandelt. Am Vortag hatten gute US-Konjunkturdaten dem Dollar Rückenwind verliehen und damit den jüngsten Höhenflug des Euro den Wind aus den Segeln genommen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0859 Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       1,0807	   -0,06%
USD/Yen        111,20		0,05%
Euro/Yen       120,18		0,00%

ROHÖL - WEITERE ERHOLUNG - Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren moderaten Erholungskurs fortgesetzt. Nach wie vor sorgen Lieferausfälle in Libyen für leichten Preisauftrieb. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 51,48 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 17 Cent auf 48,54 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- EU-Justizkommissarin Vra Jourová warnt neue US-Regierung vor Aushöhlung des Datenschutzabkommens Privacy Shield, HB, S. 11

- Verdi-Chef Frank Bsirske sieht Politik bei Stärkung der Tarifbindung in der Pflicht, HB, S. 8

- Schuldenerleichterungen für Athen wären kostspielig: Insgesamt könnte das Volumen der zu stundenden Zinszahlungen bis 2040 in der Grössenordnung von rund 120 Milliarden Euro liegen, HB, S. 10

- Die Förderbank KfW überwies sogar 7,6 Milliarden Euro zu viel an andere Institute, HB, S. 1, 28

- Der russische Gaskonzern Gazprom greift in Europa durch und will bei der bisherigen Holding Gazprom Germania jede zweite Stelle streichen. Auch Grosshändler Wingas muss sich Moskau unterordnen, HB, S. 16

- Die chinesische Handelskammer ist besorgt über die Pläne der EU und der Bundesregierung zum Schutz vor Firmenaufkäufen, HB, S. 11

- Solarworld wird nach Meinung des chinesischen Konkurrenten Trina Solar aus dem Markt verschwinden, Interview mit Unternehmenschef Gao Jifan, HB, S. 20

- Nachdem die Pkw-Maut unter Dach und Fach ist, arbeitet Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt an einem Luftverkehrskonzept, FAZ, S. 16

- Der Brexit könnte jeden Briten fast 5000 Euro im Jahr kosten, FAZ, S. 18

- Neue Strategie bei Karstadt: Künftig sollen die Filialen auch für Drittanbieter aus dem Online- und dem stationären Handel öffnen, Interview mit Geschäftsführungsvorsitzendem Stephan Fanderl, FAZ, S. 22

- Bundesbank mahnt vor Gefahren des Brexit, Interview mit Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling, SZ, S. 17

- Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kritisiert US-Präsident Donald Trumps Rückzug aus der Klimapolitik: Amerika schadet sich selbst, SZ, online

- Bundesregierung will Verhandlungen der Brexit-Themen innerhalb der Zwei-Jahres-Frist, Bild, S. 2

- Die Deutsche Börse fordert angesichts des drohenden "harten Brexit" angemessene regulatorische Rahmenbedingungen, um den Finanzmärkten einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, BöZ, S. 1

- Bertelsmann-Finanzchef Bernd Hirsch setzt auf Einigung mit Pearson wegen der von dem britischen Unternehmen zum Verkauf gestellten Beteiligung am Buchverlag Penguin Random House, Interview, BöZ, S. 7

- Bundesregierung befürchtet neuen Finanzierungsbedarf für Griechenland, Welt, S. 1

- Junge Unternehmen sind Haupttreiber bei Neueinstellungen in Deutschland, Welt, online

- Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will mehr Engagement der Wirtschaft in Afrika, Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland

- Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus, Berliner Zeitung

- Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer: Schlechtes Umweltimage belastet Verkäufe von Dieselautos an Firmen, Zeitungen der Funke-Mediengruppe

- Widersprüchlicher Umgang der NRW-SPD mit der Pkw-Maut, WAZ

- Lanxess-Chef Matthias Zachert: TTIP würde Einsparungen von 10 bis 20 Millionen Euro bei Zöllen bringen, Interview, NZZ

cf

(AWP)