Morning Briefing - International

24.07.2017 07:30

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - UNTER DRUCK - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften wegen des starken Euro und sorgenvoller Blicken auf die deutschen Autobauer auch am Montag vorsichtig bleiben. Zudem halten sie sich vor der Fahrt aufnehmenden Quartalsberichtssaison der Unternehmen zurück, von der zum Wochenstart aber noch wenig Impulse ausgehen dürften. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,05 Prozent tiefer auf 12 234 Punkte.

USA: - SEITWÄRTS - Der Rekordlauf bei einigen wichtigen US-Indizes ist am Freitag erst einmal ins Stocken gekommen. Weder der marktbreite S&P 500 noch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 konnten ihre am Vortag erreichten Bestmarken nochmals nach oben schrauben. Der S&P gab um 0,04 Prozent auf 2472,54 Punkte nach. Der Nasdaq 100 stieg dank eines Schlussspurts noch minimal um 0,01 Prozent auf 5921,53 Punkte. Damit konnte sich der Index hauchdünn den elften Tag mit Gewinnen hintereinander sichern.

ASIEN: - UNEINHEITLICH - In Asien halten sich Anleger zu Wochenbeginn lieber erst einmal an der Seitenlinie auf. Am Freitag war bereits der Rekordlauf einiger wichtiger US-Indizes ins Stocken geraten. Zudem stehen diese Woche neben der heiss laufenden Berichtssaison aus den USA und Japan eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten und auch noch ein Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Offen ist auch, ob es rund um US-Präsident Donald Trump weitere schlechte Nachrichten aus dem Weissen Haus geben könnte. In Japan geriet der Leitindex Nikkei durch einen stärkeren Yen unter Druck. Die chinesischen Festlandsbörsen konnten hingegen zulegen.

DAX                12.240,06	    -1,66%
XDAX               12.251,54	    -1,57%
EuroSTOXX 50		3.451,71		-1,37%
Stoxx50        		3.118,13		-1,01%

DJIA               21.580,07	    -0,15%
S&P 500        		2.472,54		-0,04%
NASDAQ 100  		5.921,52	 	 0,01%

Nikkei 225         19.931,43        -0,84% (6:59 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - SEITWÄRTS - Der Bund-Future sollte nach Meinung von Dirk Gojny wenig verändert in die neue Woche starten. Der Experte der National-Bank rechnet mit einer Handelsspanne zwischen 161,70 und 162,95. Der Wochenauftakt dürfte dabei noch im Bann der am Mittwoch anstehenden Sitzung der amerikanischen Notenbank Fed stehen. Er erwartet allerdings nicht, dass die Notenbanker etwas Neues beschliessen oder ihre grundlegende Inflationseinschätzung ändern.

Bund-Future     162,48  -0,10%

DEVISEN: - STABIL - Der Euro hat seine Gewinne aus der Vorwoch am Montagmorgen gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1670 US-Dollar und damit geringfügig weniger als im US-Handel am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1642 (Donnerstag: 1,1485) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8590 (0,8707) Euro.

(Alle Kurse 6:57 Uhr)
Euro/USD       		1,1670		 0,05%
USD/Yen             111,02		-0,10%
Euro/Yen       		129,56		-0,04%

ROHÖL - STABIL - Die Ölpreise haben sich am Montag zunächst kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,15 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls geringfügig um fünf Cent auf 45,82 Dollar.

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PRESSESCHAU

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TOP-THEMA

- Mutmassliches Autokartell: Daimler zog sich in den vergangenen Jahren teilweise aus den geheimen Gesprächsrunden zurück. Anlass war offenbar das 2011 aufgeflogene Lkw-Kartell, das später zu einer Milliardenstrafe für Daimler führte, SZ, S. 17 (Meldung dazu ist um 5.50 Uhr auf dem Ticker und ein Roundup um 6.42 Uhr)

- Nach Kartellvorwüfen: IG-Metall-Chef und Mitglied des Volkswagen-Aufsichtsrats, Jörg Hofmann, fordert eine vollumfängliche Aufklärung, Interview, Welt, S. 9 (Ist im Roundup zu dem Thema um 6.42 Uhr enthalten)

- Deutschen Autobauern droht wegen des Kartells eine Klagewelle, Interview mit Verbraucherschützer Klaus Müller, SZ, S. 1 (Meldung dazu ist um 6.10 Uhr auf dem Ticker und ein Roundup um 6.42 Uhr)

bis 7.15 Uhr

- Die israelische Taxi-App Gett setzt auf Profifahrer, Interview mit Vorstand Tal Brener, SZ, S. 16

- BVB-Sportdirektor Michael Zorc: Aubameyang-Wechselgerüchte führen "Fan in die Irre", Interview, Kicker

- KKR steht kurz vor der Übernahme der Gesundheits-Informationsplattform WebMD, WSJ Online

- MarketAxess entscheidet sich für Amsterdam als EU-Basis nach Brexit, Interview mit MarketAxess-Chef Rick McVey, FT, S. 13

- Die chinesische Regierung unterstützt Begrenzung für Aktivitäten in Übersee, WSJ, S. 1 und A2

- Siemens und Bombardier sind in fortgeschrittenen Gesprächen über Vereinigung von Zuggeschäften, WSJ, B2

bis 21 Uhr (Vorabend)

- VW-Verstrickung in die Machenschaften der brasilianischen Militärdiktatur, NDR, SWR und SZ

- Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wirft SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz wirtschaftspolitische Ahnungslosigkeit vor, Interview, Bild, S. 2

- SAP-Vorstand Bernd Leukert warnt die USA, sich einer digitalen industriellen Zusammenarbeit zu verweigern, Interview, HB, S. 16

- Fondsgesellschaft Deka Investment fordert Aufklärung der Kartellvorwürfe in der Autobranche, HB, S. 4-7

- Bundestagsabgeordnerter Oliver Krischer (Grüne) mahnt: "Die deutsche Autoindustrie richtet sich selbst zugrunde", Interview, HB, S. 7

- Der Vorstandschef der britischen Grossbank Standard Chartered Bill Winters warnt vor einem möglichen Konjunktureinbruch in den USA, Interview, HB, S. 28 und 29

- Studie: Umstellung auf Öko-Hähnchenmast schadet der Umwelt, Welt, S. 11

- Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): Auch die Länder müssen Steuerentlastungen bezahlen, Bild , Interview, Bild, S. 2

- Flüchtlinge kosten Krankenkassen 20 Millionen Euro pro Monat, Bild, S. 1

- EU zahlte seit März weitere 23 Millionen Euro Vorbeitrittshilfen an Türkei aus, Bild, S. 2

cf/

(AWP)