Morning Briefing - International

22.11.2017 07:37

----------

AKTIEN

----------

DEUTSCHLAND: - LEICHT IM PLUS - Nach seiner Erholung seit Wochenbeginn wird der Dax am Mittwoch stabil erwartet. Der Broker IG taxierte den Index rund zwei Stunden vor dem Start auf 13 178 Punkte und damit 0,08 Prozent über seinem Vortagesschluss. Die anfängliche Unsicherheit infolge des Scheiterns der Jamaika-Sondierungen in Berlin hatte der Dax zu Wochenbeginn rasch abgehakt. Rückenwind lieferten ein etwas schwächerer Eurokurs und starke Autoaktien. Wie so oft in den vergangenen Jahren nutzen Anleger kleinere Rückschläge am Aktienmarkt für Käufe.

Ob es für den Dax bereits kurzfristig wieder Richtung Rekordhoch bei 13 525 Punkte geht, ist angesichts der in den USA verkürzten Thanksgiving-Woche ungewiss. Für Impulse könnten im Verlauf US-Daten vom Arbeitsmarkt, zum Auftragseingang langlebiger Güter sowie zur Konsumstimmung liefern. Am Abend mitteleuropäischer Zeit steht dann noch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed auf der Agenda

USA: - ZURÜCK AUF REKORDKURS - Mit Höchstständen haben die US-Aktienmärkte am Dienstag an ihre Vortagesgewinne angeknüpft. Die positive Grundstimmung sei wieder in den Markt zurückgekehrt, sagte ein Börsianer. Der Dow Jones Industrial erreichte im Handelsverlauf - angetrieben von den schwergewichteten Apple-Aktien - mit 23 617,80 Punkten ein weiteres Rekordhoch. Auch die anderen Leitindizes verbuchten während des Handels erneut Bestmarken.

Letztlich gewann der Dow 0,69 Prozent auf 23 590,83 Punkte. Für den S&P 500 ging es um 0,65 Prozent auf 2599,03 Zähler aufwärts. Mit 2601 Punkten hatte der marktbreite Index zuvor ein Rekordhoch erreicht. Der Nasdaq 100 legte um 1,11 Prozent auf 6378,63 Punkte zu, nachdem der Technologiewerte-Index mit 6380 Punkten eine weitere Bestmarke aufgestellt hatte. Auch der Nasdaq Composite hatte mit 6862,66 Zählern einen Höchststand geschafft.

ASIEN: - IM PLUS - Angetrieben von positiven Vorgaben aus den USA ist es auch in Asien an den meisten Börsenplätzen nach oben gegangen. Der Nikkei legte so 0,48 Prozent auf 22 523,15 Punkte zu. Damit macht der japanische Leitindex nach dem Rücksetzer der vergangenen Woche weiter Boden gut und nimmt wieder Kurs auf das Jahreshoch von 23 382 Punkte, das gleichzeitig der höchste Stand seit Anfang der 90er-Jahre war.

DAX                13.167,54	    0,83%
XDAX               13.174,09	    0,93%
EuroSTOXX 50		3.579,32		0,50%
Stoxx50        		3.178,34		0,51%

DJIA               23.590,83	    0,69%
S&P 500        		2.599,03		0,65%
NASDAQ 100  		6.378,63		1,11%

Nikkei 225         22 523,15        0,48%

----------

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

----------

RENTEN: - AKTUELLE KURSE -

Bund-Future Schlusskurs		163,19		0,20%
Bund-Future Settlement		163,08		0,07%

DEVISEN: - UNVERÄNDERT - Der Kurs des Euro hat sich im asiatischen Handel kaum bewegt. Zuletzt kostete ein Euro mit 1,1741 Dollar praktisch genau so viel wie am Dienstagabend. Damit behauptet sich der Euro trotz der politischen Unsicherheit in in Deutschland nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche in Deutschland weiter auf hohem Niveau. Vor dem Jamaika-Aus hatte die europäische Gemeinschaftswährung knapp unter 1,18 Dollar gestanden. "So ungewohnt es auch für Deutschland sein mag, die Märkte zeigen sich unbeeindruckt von den Jamaika-Turbulenzen", kommentierten Experten der Commerzbank

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1741		 0,02%
USD/Yen             112,22		-0,22%
Euro/Yen       		131,78		-0,18%

ROHÖL - AKTUELLE KURSE -

Brent (Januar-Lieferung)	62,99		0,23	USD
WTI (Januar-Lieferung)		57,70		0,54	USD

----------

PRESSESCHAU

----------

bis 7.00 Uhr

-Ergo und IBM verhandeln über Gemeinschaftsfirma zur Abwicklung von Lebensversicherungsbeständen für Dritte, SZ, S. 18

-Lindner beklagt mangelnde Unterstützung Merkels in Sondierung und gibt Grünen Schuld am Scheitern der Gespräche, Interview mit FDP-Chef Christian Lindner, FAZ, S. 2

-Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kars, warnt SPD nach Jamaika-Scheitern vor zu schnellen Festlegungen, Passauer Neue Presse

-"Unwille zum gemeinschaftlichen Regieren führt zu politischem Vakuum", Interview mit BDI-Präsident Dieter Kempf, HB Online

bis 23.45 Uhr:

- EU-Parlament präzisiert Entlastung für Kleinbanken, Interview mit Berichterstatter Peter Simon (SPD), BöZ, S. 1, 2

bis 21.00 Uhr:

- VW-Arbeitnehmer fürchten um ihre Macht im Konzern, HB, S. 22

- Direktor C?uré erwartet baldige Änderung des geldpolitischen Ausblicks der EZB, HB, S. 1/28-29

- Banken planen 500 Millionen Euro für Cum/Cum-Strafzahlungen ein, Bild, S. 2

- JPMorgan erwägt Kunden beim Handel mit Bitcoin-Futures zu helfen, WSJ

- "Wir können unsere Versprechen auch halten", Interview mit Hellofresh-Chef Dominik Richter, HB, S. 15

- EU macht Ernst mit neuen Vorgaben für Pommes, Chips und Kekse, Funke

- Studie: Deutschland steht bei Plastikverpackungen auf Platz vier der EU-Sünderliste, Funke

- "Frankfurt ist ohne Eba stark", Interview mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), FAZ, S. 20

- Deliveroo sieht sich als Motor der Gastronomie, FAZ, S. 20

/he

(AWP)