Macron betonte den Angaben nach dabei, dass die G7-Staaten ein gemeinsames Interesse daran hätten, koordiniert vorzugehen, ohne Beschränkungen der Exporte.
In der Vorwoche hatte Trump angekündigt, einen Exportstopp für Diesel zu prüfen, der auch die europäischen Länder betreffen würde. Die USA produzierten viel Diesel und eine Unterbrechung der Ausfuhren könnte auch einen kleinen Effekt auf die Spritpreise im Land haben, so Trump. Laut US-Finanzminister Scott Bessent sei ein vollständiger oder auch ein Teil-Stopp der Ausfuhren möglich. Die Folgen eines solchen Schritts könnten dann auch in Europa spürbar sein: Nach dem Nahen Osten waren die Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren Europas wichtigster Lieferant von Diesel.
Macron führte den Angaben zufolge weiter aus, die Versorgung der G7-Staaten und des Weltmarktes mit Rohöl und raffinierten Erdölprodukten solle sichergestellt werden. Die G7 sind ein informeller Zusammenschluss wirtschaftlich starker Industrienationen, auch Deutschland gehört neben Frankreich und den USA dazu. Den Élysée-Angaben zufolge laufen auch auf europäischer Ebene Gespräche zur Koordinierung entsprechender Massnahmen. Darüber hinaus tauschte Macron sich auch mit dem kanadischen Regierungschef Mark Carney zu dem Thema aus.
Frankreich hat in diesem Jahr den Vorsitz der G7 inne. Nach Angaben aus dem Élysée arbeitet das Land auch mit der Internationalen Energieagentur (IEA) zusammen. Eine Videokonferenz der G7-Staats- und Regierungschefs soll demnach dazu dienen, Massnahmen gegen den Preisdruck zu koordinieren./vni/DP/men
(AWP)
