Der von der Miliz kontrollierte Fernsehsender Al-Massirah meldete, die Huthi hätten militärische Schiffe im Roten Meer mit Raketen beschossen. Ziel seien ein saudi-arabisches Landungsschiff und vier Begleitboote vor der Küste der jemenitischen Hafenstadt Mokka gewesen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Stellungnahme dazu.
Der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung und den Huthi hatte sich zuletzt erneut verschärft. Es ist die schwerste Eskalation seit Inkrafttreten einer inoffiziellen Waffenruhe im Jahr 2022. Im Zuge des Iran-Kriegs war der Konflikt aufs Neue entflammt. Die Huthi greifen seitdem auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab an.
Jemenitische Regierungstruppen führten nach eigenen Angaben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die Huthi-Miliz in mehreren Landesteilen aus. Ziele waren laut Armee unter anderem Waffenlager. Dutzende Kämpfer der Miliz seien getötet oder verletzt worden. Vorausgegangen waren Angriffe der Huthi, die demnach zivile Ziele im Jemen getroffen hatten. Auch dabei habe es Tote gegeben. Im strategisch wichtigen Hafen von Mokka wurde der Schiffsverkehr wegen der andauernden Huthi-Angriffe eingestellt./wh/DP/jha
(AWP)
