Für Dmitrijew war es ein ungewöhnlicher Auftritt im Weissen Haus. Der Putin-Vertraute hatte dort bereits im April 2025 Gespräche mit US-Vertretern geführt, allerdings abseits der Öffentlichkeit. Dass er nun bei einer offiziell angekündigten Veranstaltung selbst das Wort ergriff, ist US-Medienberichten zufolge eine Premiere. Demnach war es offenbar auch das erste Mal, dass Vertreter Russlands und der Ukraine im Weissen Haus persönlich zusammentrafen.
Neben Dmitrijew waren auch Vertreter der ukrainischen Seite eingeladen: der Fraktionschef der Präsidentenpartei, David Arachamija, und der Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez. Arachamija bedankte sich ebenfalls bei Melanie Trump und bat sie, weitere diplomatische Initiativen anzustossen.
Die First Lady verkündete, dass sie Briefe an Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verfasst habe. Sie bat die Vertreter der Ukraine und Russlands diese zu übermitteln. Zum Inhalt machte sie keine Angaben.
Kommende Woche Dreiergespräche in Abu Dhabi
Die USA verstehen sich unter Präsident Donald Trump als Vermittler in dem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Einen Durchbruch konnte Trump bislang allerdings nicht vorweisen. Er hatte zuletzt auch im eigenen Land mit einer Annäherung an Russland für Kritik gesorgt.
Im Ringen um ein Ende des russischen Kriegs sind kommende Woche dreiseitige Gespräche zwischen Vertretern aus Kiew, Moskau und Washington in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, geplant. Das Treffen soll auf Arbeitsebene stattfinden. In dem Dreierformat USA, Russland und Ukraine hatte es zuletzt im Februar in Genf Verhandlungen gegeben, davor zweimal in Abu Dhabi./fsp/DP/zb
(AWP)
