Es ⁠liege an der Regierung in Paris, die Anleger zu beruhigen, sagte ‌Lagarde dem Sender CNN in Bangkok. «Es ‌gibt besondere Umstände, die ​dazu führen, dass einige Länder stärker betroffen sind – Frankreich ist hierfür ein Beispiel», fügte sie hinzu. Und in diesem Fall liege die erste und wichtigste Lösung im ‌eigenen Land, in Frankreich. Das Land sollte seine Schuldenprobleme durch eine Konsolidierung der Haushaltspolitik lösen, sagte die Französin.

Französische Staatsanleihen ​waren besonders stark von einem weltweiten Ausverkauf ​betroffen. Investoren befürchten, dass politisches Gerangel ​im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr die Bemühungen der ‌Regierung zur Senkung des hohen Haushaltsdefizits behindern könnte. Analysten spekulieren seit Wochen darüber, ob die Europäische Zentralbank (EZB) Frankreich zur Hilfe ​eilen ​könnte.

Die EZB verfügt mit ⁠dem Transmission Protection Instrument (TPI) über ​ein Programm, mit ⁠dem sie unbegrenzt Staatsanleihen eines in Bedrängnis geratenen Euro-Landes ‌kaufen kann. Bedingung dafür ist aber, dass dieser Staat unter einer ungerechtfertigten Verschärfung seiner Finanzierungsbedingungen ‌leidet und der Anstieg der Renditen ungeordnet ​erfolgt.

(Reuters)