Ein Einzelrichter im Kanton Zug hat Mitte September den Konkurs über die Tennor International verhängt, wie einem entsprechenden Eintrag im Handelsregister zu entnehmen ist. Wie die «Sonntagszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, war der Grund für die Konkurseröffnung eine offene Forderung über 14,5 Millionen Franken des monegassischen Unternehmens «Heritage Travel and Tourism» gegen Tennor International.
Der Wegzug von Lars Windhorst ist ebenfalls im Handelsregister vermerkt: Bereits im Mai 2026 änderte der VR-Präsident der Tennor International darin seinen offiziellen Wohnsitz auf Dubai von bisher Zug.
Die Zuger Tennor International war in den vergangenen Jahren zum Zentrum der Investitionstätigkeiten von Windhorst geworden, wie verschiedene Medien berichtet hatten. Offenbar hatte sie auch Vermögenswerte der Windhorst-Gesellschaft Tennor Holding übernommen, die bereits im Juni 2025 von den niederländischen Behörden für insolvent erklärt wurde.
Lars Windhorst, der in den 1990er Jahren in Deutschland als Jungunternehmer noch als «Wunderkind» gefeiert wurde, macht bereits seit Jahren negative Schlagzeilen. Seine Tennor Gruppe tätigte mit Milliardenkrediten von Kapitalgebern umfangreiche Investitionen. Diese endeten aber - wie etwa beim Luxuswäscherhersteller La Perla oder auch beim Fussballklub Hertha BSC - oft in Fehlschlägen.
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(AWP)
