Der neue Präsident des Verwaltungsrats heisst somit Andreas Casutt. Der Antrag zum Aktienrückkauf wurde vom Grossaktionär Rainer-Marc Frey eingereicht. Demnach soll Leonteq von Herbst 2026 bis Ende Juni 2028 maximal 5 Millionen Namenaktien für einen maximalen Anschaffungswert von 100 Millionen Franken zurückkaufen. Der Verwaltungsrat hatte im Grundsatz einen Aktienrückkauf befürwortet, gab aber zum Antrag von Frey keine Empfehlung ab.
Der Ja-Anteil zum Aktienrückkauf lag bei 82,8 Prozent. Frey hält inzwischen über seine Gesellschaft H21 Macro Limited knapp 30 Prozent an Leonteq. Letzte Woche kaufte er von der Bank Raiffeisen deren restliche 1,19 Millionen Leonteq-Papiere ab (Anteil: 6,5 Prozent). Zur Abstimmung war aber nur das zuvor von Frey gehaltene Aktienpaket (rund 23,3 Prozent) berechtigt.
Casutt neuer Präsident
Zum Präsidenten des Leonteq-Verwaltungsrats wurde Andreas Casutt mit gut 83 Prozent Ja-Stimmen gewählt. In seinen einleitenden Worten sprach Casutt davon, mit der in der Transformation steckenden Gesellschaft langfristig wachsen und für die Aktionäre Mehrwert schaffen zu wollen.
Ins Gremium wurde zudem der ehemalige Siegfried-CFO und Verwaltungsrat von Inficon sowie Accelleron, Reto Suter, gewählt. Er ersetzt Philippe Weber, der nicht mehr kandidierte.
Sowohl Casutt als auch Suter haben laut einer Mitteilung von Leonteq von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) die behördliche Genehmigung erhalten. Allerdings werde Casutt als VR-Mitglied des Horizon21 für den Leonteq-VR als nicht unabhängiges Mitglied betrachtet. Die Finma stufte Horizon21 als qualifizierte Aktionärin von Leonteq ein.
Entlastung erteilt
Zudem erteilten die Aktionäre dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung mit grossem Mehr Entlastung für die Jahre 2024 und 2025. Und mit 63 Prozent sagten sie Ja zur geplanten Statutenanpassung, die für Verwaltungsräte nebst einer fixen neu auch variable Vergütungen etwa in Form von Aktien beziehungsweise Beteiligungspapieren vorsieht.
(AWP)

