Das Vorgehen steht im Zusammenhang mit Berichten über eine möglicherweise geplante Mobilmachung in Russland nach der jüngst erfolgten Parlamentswahl. Dem Vernehmen nach besteht die Sorge, dass bei einer möglichen Mobilmachung in Russland in Kaliningrad lebende wehrpflichtige Russen das Land verlassen könnten.

Nach Ministeriumsangaben wurde die Entscheidung auf Antrag von Innenminister Martynas Katelynas getroffen. Wesentliche Veränderungen der militärischen Aktivitäten in der Region Kaliningrad habe der litauische Militärgeheimdienst der Mitteilung zufolge nicht festgestellt. Gegenwärtig sind seit Anfang Oktober etwa 100 Soldaten an der Grenze im Einsatz.

Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fühlt sich das Land in besonderem Masse bedroht./awe/DP/nas

(AWP)