Konkret stieg der Umsatz auf 1,22 Milliarden US-Dollar - ein Plus zu konstanten Wechselkursen von 2 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Profitabilität verteidigte Logitech. So lag der bereinigte operative Gewinn (Non-GAAP) mit 230,9 Millionen leicht um 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert, teilten die Westschweizer am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.

Die bereinigte Bruttomarge legte sogar um deutliche 140 Basispunkte auf 45,2 Prozent zu und hat damit laut CFO Matteo Anversa die eigenen Erwartungen übertroffen. Im Vorjahr war sie noch von den US-Zöllen belastet worden. Der Reingewinn (Non-GAAP) lag um 0,5 Prozent höher bei 216,7 Millionen US-Dollar. Mit den Kennziffern hat Logitech die Konsens-Erwartungen beim Umsatz gut getroffen, bei der Bruttomarge und dem operativen Ergebnis besser abgeschnitten.

Gaming und Video stark

Bei den einzelnen Produktkategorien legte Logitech im grössten Segment Gaming zu (+8 Prozent), auch Tastaturen und Computer-Mäuse (je +4 Prozent) waren gefragt. Besonders stark lief es bei Video Collaboration (+12 Prozent). In den kleineren Kategorien fiel Tablet Accessories indes nach einem starken Vorjahr mit minus von 32 Prozent wieder zurück.

Bei den Regionen hebt CEO Hanneke Faber in der Mitteilung das Wachstum in Americas hervor. Hingegen schnitt die Region Asia-Pacific aufgrund der hohen Vergleichsbasis etwas schwächer ab als im Vorjahr, und auch die Märkte in der Region EMEA zeigten sich nicht zuletzt wegen des Nahostkonflikts etwas gedämpft.

Ausblick und Zulieferer-Ausfall

Das seit den Zahlen zum ersten Quartal bekannte Zulieferer-Problem durch einen Vorfall in einer Fabrik hat zudem offenbar weniger drastische Auswirkungen als zunächst befürchtet. Nun soll der Umsatz im dritten Quartal deswegen lediglich noch um 70 bis 80 Millionen gedrückt werden. Im Sommer war Logitech von bis zu 200 Millionen ausgegangen. Seit September sei die Fabrik wieder geöffnet, die volle Kapazität soll bis Ende des Kalenderjahres wieder erreicht werden.

Für das wichtige Weihnachtsquartal rechnet Logitech dadurch zu konstanten Wechselkursen mit einem maximal stabilen oder bis zu 5 Prozent rückläufigen Umsatz von 1,36 bis 1,43 Milliarden US-Dollar, die Bremswirkung des Zulieferer-Problems ist dabei mit eingerechnet. Der bereinigte EBIT soll zwischen 220 und 255 Millionen Dollar liegen.

dm/cf

(AWP)