Man habe «im höheren Interesse Luxemburgs und um Schaden von Luxemburg abzuwenden» gefordert, den Milliardär von der Sanktionsliste zu nehmen, sagte Frieden vor Journalisten. Dies habe «im übergeordneten Interesse Luxemburgs» gelegen. Fridman gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag nach tagelangem Ringen darauf geeinigt, ihre Sanktionen gegen Fridman und den Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Usmanows Streichung von der Sanktionsliste war von Frankreich und der Slowakei gefordert worden. Frankreich wollte damit die Freilassung von in Aserbaidschan verhafteten Franzosen erreichen.
Frieden sagte, seine Regierung habe die Streichung Fridmans erst gefordert, nachdem die Forderung nach Usmanows Streichung bereits ausgesprochen war. Dies «ändert nichts an unserer Unterstützung für die Ukraine», sagte er zu Kritik am luxemburgischen Vorgehen.
Fridman fordert vor einem internationalen Schiedsgericht rund 15 Milliarden Euro von Luxemburg, weil sein dortiges Vermögen aufgrund eines EU-Sanktionsbeschlusses dort eingefroren wurde./eb/DP/jha
(AWP)
