Kurz zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump vor der UN-Vollversammlung erneut als Friedensstifter im Gaza-Krieg gefeiert. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg zwischen Israel und islamistischen Terrororganisation Hamas eigentlich eine Waffenruhe, es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.
Kritik äusserte Macron auch an der Lage im Westjordanland. Täglich würden dort Verstösse verübt, dabei habe die Hamas dort nicht gewütet. Es gehe auch um die Bedingungen für Sicherheit für Israel. «Aber alle die, die vorgeben, dass die Sicherheit Israels über die Verletzung der Souveränität all seiner Nachbarn entsteht, begehen einen fatalen Fehler.» Vielmehr schwächten sie die Sicherheit des Landes, auch für die Zukunft.
Macron ruft zu Zusammenarbeit auf und will Mut machen
Macron sprach sich bei den Vereinten Nationen zudem dafür aus, angesichts der zahlreichen Krisen und einer Rückkehr des Rechts des Stärkeren nicht klein beizugeben. Dem Geist der Niederlage dürfe man nicht nachgeben - weder mit Blick auf Kriege, noch wenn es um das Klima, Künstliche Intelligenz oder den internationalen Zusammenhalt geht. «Die Frage, die sich uns auf sehr einfache Art stellt, ist, ob wir in diesem Naturstatus mit einer Art Rückkehr des Gesetzes des Dschungels oder in einer zivilisierten internationalen Gesellschaft leben wollen.» Aufgabe sei es, fest an der Seite der UN zu stehen, um zusammen über das Gemeinwohl zu entscheiden./rbo/DP/nas
(AWP)
