Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz. Zu den Hintergründen äusserten sich die Behörden auch am Montag nicht. Britische Medien hatten zuvor über eine Beteiligung des Irans spekuliert. Auch russische Sabotage oder ein islamistisches Motiv scheinen derzeit nicht ausgeschlossen zu werden.

Die iranische Botschaft in London wies die Spekulationen laut einer Stellungnahme entschieden zurück und verurteilt sie aufs Schärfste. Die Mutmassungen dienten «keinem anderen Zweck, als die antiiranische Propaganda im Vereinigten Königreich weiter anzuheizen», hiess es.

Vicki Evans, Senior National Coordinator bei der Anti-Terror-Polizei, sagte: «Mir ist sehr bewusst, in welchem Ausmass über die Motive hinter diesem Vorfall spekuliert wird und welche geopolitischen Fragen dabei aufgeworfen werden.» Den Ermittlungen solle aber zum jetzigen Zeitpunkt der nötige Raum gegeben werden, damit sorgfältig und zielgerichtet gearbeitet werden könne.

Anruf einer Anwohnerin

Die fünf festgenommenen Männer sind laut Mitteilung zwischen 23 und 25 Jahren alt und haben einen Wohnsitz in der Hauptstadt London. Am Nachmittag teilte ein Vertreter der Anti-Terror-Polizei mit, die Männer seien unter Auflagen aus dem Gewahrsam freigelassen worden. Das bedeute nicht, dass die Ermittlungen vorbei seien, sagte er. Die Festnahme erfolgte laut der Nachrichtenagentur PA, nachdem eine Anwohnerin den Notruf gewählt hatte, weil sie drei Lieferwagen und eine Gruppe maskierter Männer in der Nähe des Stützpunkts gesehen hatte.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag geäussert, die fünf Männer hätten «grossen Schaden» anrichten wollen. Die Festnahme sei grossartig gewesen, sagte Trump in Chicago. Der US-Präsident lobte dabei auch die Zusammenarbeit mit Grossbritannien. «Wir hatten sie schon lange im Blick und haben sie geschnappt», sagte er über die Verdächtigen.

Ein Sprecher des für Europa zuständigen US-Militärkommandos Eucom teilte mit, dass man geeignete Massnahmen ergreifen werde, um die Sicherheit von US-Soldatinnen und -Soldaten sowie Zivilisten im europäischen Einsatzgebiet zu gewährleisten. Konkrete Angaben zu etwaigen Schutzmassnahmen machte er unter Verweis auf Sicherheitsgründe nicht./mj/DP/he

(AWP)