Die Angriffe hätten in Chamis Muschait, Nadschran und weiteren Städten im Süden des Königreichs zivile und wirtschaftliche Ziele getroffen. Wann die Angriffe stattfanden, teilte der Sprecher des Bündnisses nicht mit. Er sprach von einer «gefährlichen Eskalation». Man werde «alle notwendigen Schritte» unternehmen, um die Bedrohung aus dem Jemen auszuschalten. Die Huthi äusserten sich zunächst nicht zu den Angriffen.
Die Miliz teilte mit, sie habe das Land mit Dutzenden Raketen und Drohnen angegriffen. Es sei eine Antwort auf etwa 120 saudische Luftangriffe im Jemen in den vergangenen drei Tagen.
Die Huthi hatten Saudi-Arabien zuvor einen Luftangriff auf ein Gefängnis im Jemen vorgeworfen. Der von den Huthi kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah berichtete, dass bei dem Angriff am Montag mindestens elf Menschen getötet worden seien. Die Suche nach 20 weiteren Vermissten laufe weiter. Saudi-Arabien äusserte sich zunächst nicht zu. Die Angaben liessen sich allesamt zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Auch Energie-Einrichtungen getroffen
Das saudische Energieministerium teilte mit, im Süden Saudi-Arabiens seien mehrere Energie-Einrichtungen getroffen worden, wodurch an mehreren Orten Feuer ausgebrochen sei. Der Betrieb sei vorübergehend teils eingestellt worden. Die Miliz hatte die Energie-Infrastruktur des Königreichs, das zu den grössten Ölproduzenten weltweit zählt, schon in den Jahren vor Beginn des Iran-Kriegs teils schwer getroffen.
Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi seit mehr als zehn Jahren gegen die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Seit 2022 herrschte eine inoffizielle Waffenruhe. Im Zuge des Iran-Kriegs ist aber auch der Konflikt im Jemen erneut aufgeflammt. Unter anderem kommt es zu Kämpfen an der westlichen Küste zum Roten Meer./jot/DP/stk
(AWP)
