UPS bemüht sich seit etwa eineinhalb Jahren darum, margenschwache Lieferungen für den Onlinehändler Amazon zu reduzieren. Amazon war lange Zeit der grösste Kunde von UPS gewesen, hatte jedoch kaum nennenswert zum Gewinn beigetragen. Zudem setzte Amazon schön länger verstärkt auf eigene Auslieferungen.

UPS profitiert nun von einem schlankeren Zustellnetz, eine starke Preisgestaltung und einem profitableren Geschäftsmix, selbst bei weiterhin verhaltener Nachfrage.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um sechs Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar, wie es weiter hiess. Die Kosten für den Umbau drückten jedoch auf den Gewinn. So verdiente UPS unter dem Strich mit gut 600 Millionen Dollar rund die Hälfte weniger als vor einem Jahr. Das bereinigte Ergebnis von 1,76 US-Dollar je Aktie lag über der durchschnittlichen Wall-Street-Schätzung. Auch für den bereinigten Gewinn je Aktie zeigte sich UPS optimistischer.

«Unsere Ergebnisse für das zweite Quartal markierten eine erwartete und deutliche Wende in unserer Geschäftsentwicklung», sagte Konzernchefin Carol Tomé in der Mitteilung.

Die UPS-Aktie sackte im frühen US-Handel um fünf Prozent ab. Das Management habe in einer Analystenkonferenz nach der Zahlenvorlage Bedenken mit Blick auf das zweite Halbjahr geweckt, sagten Marktteilnehmer./nas/mne/mis/he

(AWP)