Jordaniens Regierungssprecher Mohammad al-Momani teilte am Morgen mit, dass Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angegriffen worden seien. Ersten Schätzungen zufolge sollen rund 20 Mitglieder der Terrormiliz getötet worden sei. Zudem sei ein grosses Waffenlager zerstört worden, erklärte al-Momani. Unabhängig bestätigen liessen sich die Angaben zunächst nicht.

Syrien: Keine vorige Abstimmung

Nach jordanischen Angaben sollen die Angriffe vom Montagabend in Abstimmung mit der syrischen Regierung erfolgt sein. Die syrische Regierung wies das zurück. Die Militäraktion sei nicht vorab mit der syrischen Seite abgestimmt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Regierung. Man stehe in Kontakt mit Jordanien, «um die Lage zu erörtern», hiess es weiter.

Mehrere Tote - darunter Kinder

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei den Angriffen mindestens acht Menschen getötet. Darunter seien auch ein älterer Mann und drei Kinder, teilte die in Grossbritannien ansässige Organisation mit. Vier Menschen seien verletzt worden. Die Opferzahl könne noch weiter steigen. Die Angriffe hätten mehrere Orte in den Provinzen Daraa und Suwaida getroffen.

Der tödliche Angriff auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im jordanischen Gouvernement Karak erfolgte am vergangenen Freitag während einer Trauerfeier. Die jordanischen Behörden hatten erklärt, die mutmasslichen Täter hätten Verbindungen zu militanten Gruppen im Süden Syriens./arj/DP/mis

(AWP)