Zu diesem Schluss kommt der am Mittwoch veröffentlichte «swissVR Monitor» des Beratungsunternehmens Deloitte. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern wurden dabei laut den Angaben insgesamt 281 Verwaltungsräte befragt. Dabei stammen 34 Prozent der Teilnehmenden aus grossen Konzernen und 28 Prozent aus mittleren sowie 38 Prozent aus kleinen Unternehmen.
Hauptbefund: 74 Prozent der Firmen verfügen über keine explizite Strategie gegen KI-basierte Angriffe. Besonders betroffen seien KMU. 41 Prozent der Unternehmen seien zudem bereits attackiert worden. Als häufigste Folge der Angriffe werden Betriebsunterbrüche (42 Prozent) und Datenlecks (22 Prozent) genannt.
Und trotz der wachsenden Bedrohungslage fehle es bei vielen Firmen immer noch an Gegenmassnahmen. So verfüge mit 55 Prozent gut die Hälfte über keine oder ungetestete Notfallpläne zur Wiederherstellung zentraler IT-Prozesse. Generell seien Grossunternehmen deutlich besser vorbereitet als Kleinunternehmen.
Dass das Thema kaum Beachtung finde, könnte laut Deloitte auch an den Aufsichtsgremien liegen. So sitze in 68 Prozent der Verwaltungsräte kein Mitglied mit ausgewiesener Cyber- oder IT-Expertise.
sta/tp
(AWP)
