Weil der Wettbewerbsdruck in der Volksrepublik nach wie vor hoch ist, kappte der Dax-Konzern Mercedes am Dienstag seinen Umsatzausblick für das laufende Jahr und geht nur noch von einem Erlös leicht unter dem Vorjahreswert aus statt auf Vorjahresniveau, wie die Stuttgarter mitteilten.

Zudem nahmen die Schwaben wegen der schwierigen Geschäfte in China eine Wertminderung auf die dortigen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 704 Millionen Euro vor. Die am Kapitalmarkt viel beachtete operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten im Pkw-Geschäft sackte im Jahresvergleich im zweiten Quartal um 1,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent ab. Das war allerdings etwas mehr als von Analysten erwartet.

Mercedes hat derzeit neben den Einfuhrzöllen in die USA vor allem mit dem schwachen Verkauf in der Volksrepublik zu kämpfen. Mercedes-Chef Ola Källenius setzt weiter auf eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte mit frischen Modellen und bestätigte damit die Jahresprognose für das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sowie für die operative Marge im Pkw-Geschäft.

Auf Konzernebene ging der Umsatz um 3,3 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um gut ein Fünftel auf 1,55 Milliarden Euro zu, weil es in der Lieferwagensparte Vans und bei den Finanzdienstleistungen deutliche Zuwächse gab. Unter dem Strich stieg das Konzernergebnis um 13,5 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Es war der erste Anstieg des Quartalsgewinns seit drei Jahren.

(AWP)