Im Februar 2025 hatte Migros Micasa im Rahmen eines Management-Buyouts (MBO) an den damaligen CEO Philipp Agustoni und den damaligen COO Manuel Landolt verkauft. Unterstützt wurden die beiden damals noch von der Investmentgesellschaft Rethink sowie von privaten Investoren. Seit September 2025 führt die neu gegründete Micasa AG das Geschäft eigenständig.
Der neue Eigentümer Toni Shala verfügt nach eigenen Angaben indes über langjährige Erfahrung in der Logistik und der Möbelbranche. «Wir investieren gezielt in IT und digitale Lösungen, um Einkauf, Logistik, Warenverfügbarkeit und Kundenservice zu stärken. Ich stehe langfristig hinter Micasa», lässt er sich in der Mitteilung zitieren.
Bereits Ende der vergangen Woche war bekannt geworden, dass Manuel Landolt die operative Leitung des Unternehmens übernehmen wird. Agustoni hatte dagegen das Unternehmen nach eigenen Angaben im gegenseitigen Einvernehmen verlassen. Neu stösst derweil Véronique Rath als Leiterin Einkauf dazu. Den Micasa-Verwaltungsrat präsidiert indes Beatrix Ferkinghoff.
70 Stellen fallen weg
Wie bereits früher angekündigt, sollen vier Micasa-Filialen bis Ende Januar 2027 geschlossen werden. Konkret sind es die Standorte in Crissier, Langendorf, Brügg und Buchs. Und nun ist auch bekannt, dass im Rahmen des Umbaus 70 Stellen gestrichen werden. Dabei komme es auch zu Kündigungen, weitere Filialschliessungen seien jedoch nicht geplant, hiess es.
In der Übergangsphase der Loslösung von der Migros sei es zu Verzögerungen bei Zahlungen an Lieferanten gekommen, so die Mitteilung weiter. Mit den betroffenen Partnern seien verbindliche Vereinbarungen getroffen worden. Die Zahlungen sollen schnellstmöglich wieder fristgerecht aufgenommen werden.
Zudem sollen noch ausstehende Lieferungen und offene Kundenanliegen mit «hoher Priorität und im direkten Austausch mit den betroffenen Kundinnen und Kunden bearbeitet» werden, hiess es weiter.
cg/mk
(AWP)
