Rewe habe sich verpflichtet, die beiden Märkte in den hessischen Städten Marburg und Schlüchtern während vier Jahren nicht zu übernehmen, teilte die Wettbewerbsbehörde am Mittwoch mit. Damit seien die kartellrechtlichen Bedenken ausgeräumt.

Die Wettbewerbshüter befürchten, dass Rewe durch die Übernahme der beiden Märkte eine zu starke Marktstellung in den betroffenen Regionen erhalten würde. Ursprünglich wollte Rewe 40 Märkte übernehmen.

Bereits Ende September hatte das Kartellamt den Verkauf von 178 Tegut-Filialen an den Konkurrenten Edeka freigegeben. Auch in diesem Fall musste der Käufer auf die Übernahme weiterer 24 Standorte verzichten. Allerdings hat der Münchner Biohändler Vollcorner Beschwerde gegen die Edeka-Freigabe eingelegt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss sich nun mit dem Fall befassen.

Zudem erhielt die Smart-Store-Kette Tante Enso grünes Licht für 36 Märkte. Damit ist der Weg aus wettbewerbsrechtlicher Sicht frei für den Verkauf von insgesamt 252 Tegut-Standorten.

Tegut betreibt rund 340 Filialen inklusive rund 40 Teo-Minimärkten. Rund 7400 Mitarbeitende sind für die Kette tätig. Die Genossenschaft Migros Zürich hatte im März angekündigt, sich aus dem deutschen Markt zurückzuziehen. Der Rückzug aus dem verlustreichen Geschäft dürfte die Migros bis zu 600 Millionen Euro kosten.

to/hr

(AWP)