«Wenn dieser Umbau erfolgreich ist, wird die Migros in zehn Jahren mehr Mitarbeitende haben als heute», sagte Nold. Zwar würden im Management und in den zentralen Funktionen der Regionalgenossenschaften viele Stellen wegfallen. Für die meisten Beschäftigten in den Filialen werde sich hingegen nichts ändern. «Wir brauchen sie.»

Das Ziel sei nicht der Stellenabbau, so Nold weiter. Vielmehr gehe es darum, die Strukturen zu vereinfachen und interne Reibungsverluste zu beseitigen. Die Migros habe in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren und müsse wieder schlagkräftiger werden.

Grosszügiger Sozialplan versprochen

Für die vom Umbau betroffenen Angestellten sollen nach Möglichkeit neue Stellen innerhalb der Migros-Gruppe gefunden werden. Der Detailhändler stelle jedes Jahr rund 10'000 neue Mitarbeitende ein, sagte Nold. Zudem versprach sie einen grosszügigen Sozialplan.

Die Zusammenlegung der Regionalgenossenschaften muss noch von den Genossenschaftern genehmigt werden. Laut Nold stehen sämtliche regionalen Führungen hinter dem Vorhaben. Die Zustimmung sei allerdings nicht selbstverständlich. In jeder Regionalgenossenschaft müssten sich mindestens 25 Prozent der Mitglieder an der Urabstimmung beteiligen.

Abgang von Irminger bedauert

Den angekündigten Rücktritt von Konzernchef Mario Irminger bedauert Nold. «Ich hätte Mario Irminger gerne länger dabeigehabt.» Der Abgang sei kein geplanter Schachzug gewesen, um die Regionalgenossenschaften von der Reform zu überzeugen. Die Nachfolge soll Anfang 2027 vorgestellt werden. Gesucht werde sowohl intern als auch extern.

Auch die Genossenschafter sollen von der neuen Struktur profitieren. Laut Nold will die Migros ihre Mitglieder künftig stärker am Erfolg der gesamten Gruppe beteiligen. Dabei könnten neben den Supermärkten auch Unternehmen wie die Migros Bank, Digitec Galaxus und Denner einbezogen werden. Konkrete Entscheidungen über zusätzliche Vorteile seien aber noch nicht gefallen.

jl

(AWP)