Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte es in verschiedenen Regionen Saudi-Arabiens kurzzeitig amtliche Gefahrenmeldungen gegeben, unter anderem für die Städte Abha und Chamis Muschait.
Attacke auf das Machtzentrum des Königreichs
Der Angriff auf die Hauptstadt Riad dürfte auch symbolische Bedeutung haben: Die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz signalisiert damit erneut, dass sie auch das Machtzentrum des sunnitischen Königreichs attackieren kann. Riad liegt Luftlinie rund 850 Kilometer von der Grenze zu den Huthi-Gebieten im westlichen Jemen entfernt.
Erst am Donnerstag hatte das Militär nach eigenen Angaben sechs ballistische Raketen der Huthi abgefangen. Vor rund zehn Tagen hatte das saudische Militärbündnis auch einen Drohnenangriff der Huthi auf die für Muslime heilige Stadt Mekka gemeldet. Ein Huthi-Vertreter wies diesen Vorwurf zurück.
Die Miliz beschiesst im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Zuletzt setzten Huthi-Angriffe auf Ölanlagen und eine wichtige saudische Pipeline die Regierung in Riad zunehmend unter Druck. Zudem wollen die Huthi die Durchfahrt saudischer Öltanker durch die Meerenge Bab al-Mandab verhindern, um dem ölreichen Königreich Exporte nach Asien zu erschweren.
(AWP)
