Beide Unternehmen bekannten sich nach Angaben des US-Justizministeriums vom Freitag in jeweils zwei Punkten schuldig, gegen amerikanische Vorschriften zum Schutz der Meere verstossen zu haben. Sie wurden zu einer vierjährigen Bewährungszeit verurteilt.

MSC Shipmanagement hat den Sitz in Limassol auf Zypern und gehört vollständig zur MSC-Gruppe. Die Gesellschaft kümmert sich innerhalb des Konzerns unter anderem um das technische Management von Schiffen, deren Wartung und die Besatzungen. Nach eigenen Angaben betreut sie zusammen mit ihren Crewing-Büros und den Schiffsbesatzungen rund 35'000 Beschäftigte. MSC mit Hauptsitz in Genf ist die weltweit grösste Containerreederei.

Die Verstösse ereigneten sich zwischen Juni 2024 und Januar 2025 auf dem Frachtschiff «MSC Samira III». Leitende Mitarbeiter des Maschinenraums sollen nach US-Angaben Besatzungsmitglieder angewiesen haben, ölhaltiges Schmutzwasser ins Meer zu leiten. Dabei wurde eine Anlage umgangen beziehungsweise manipuliert, die eine solche Verschmutzung verhindern soll.

Die Einleitungen wurden laut US-Justizministerium zudem nicht ordnungsgemäss im vorgeschriebenen Öltagebuch vermerkt. Als das Schiff im Januar 2025 zweimal Philadelphia anlief, legte die Besatzung der US-Küstenwache das falsche Öltagebuch vor. Aufgeflogen waren die Verstösse durch einen Hinweis aus der Besatzung.

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(AWP)