Flugverkehr läuft über «Südpiste»
Seit dem Morgen starten und landen die Flugzeuge den Beobachtungen zufolge auf der sogenannten Südpiste, die gestern noch gesperrt war. Dort war in der Nacht zum Mittwoch die Drohne mit der Sprengvorrichtung entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.
Ein mutmasslich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestossen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hiess es. Die Suche nach diesem zweiten Objekt sollte nach Angaben des Landeskriminalamtes heute fortgesetzt werden.
Generalstaatsanwaltschaft: Höchste Priorität
Die Generalstaatsanwaltschaft nannte zunächst keine Details zu den laufenden Massnahmen. «Das Ermittlungsverfahren und die polizeilichen Massnahmen werden mit höchster Priorität geführt und dauern an», teilte ein Sprecher mit. Weitere Auskünfte, etwa zur gefundenen Drohne und dem Sprengstoff oder Erkenntnissen aus der Untersuchung der DHL-Maschine, die mit dem noch unbekannten Objekt kollidierte, würden derzeit nicht erteilt. Offen blieb auch, ob die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernimmt. Diese ist unter anderem bei Terrorismus und Spionage zuständig./jbl/DP/mis
(AWP)
