«Das bedeutet, dass wir die Beschaffung diversifizieren», erklärte Navratil. Früher sei Kakao hauptsächlich aus Westafrika bezogen worden. Danach habe man beschlossen, auch in Brasilien nach hochwertigem Kakao zu suchen. Hintergrund seien die gestiegenen Kakaopreise aufgrund von Lieferengpässen.
Nestlé arbeite dazu mit Hunderten von Kakaobauern in Brasilien zusammen, um sie über regenerative Landwirtschaft zu informieren und so die Qualität und die Erträge zu steigern. Dies helfe auch, den Einsatz von konventionellen Düngemitteln zu reduzieren, die durch den Iran-Krieg deutlich teurer geworden sind.
Allerdings benötigen Kakaobäume bis zu fünf Jahre, um ihr volles Produktionspotenzial zu entfalten. Daher wird es laut dem Bericht einige Zeit dauern, bis sich die globale Lieferkette signifikant verändert.
Brasilien produziert laut Reuters derzeit nur so viel Kakao, dass der Eigenbedarf gedeckt ist. Die Regierung plane aber, die Kakaoproduktion in den nächsten fünf Jahren auf rund 400'000 Tonnen zu verdoppeln.
ls/
(AWP)
