Die Übertragung der Unternehmensanteile an den russischen Verwalter L.E.V. Management stelle weder eine Verstaatlichung noch einen Eigentümerwechsel dar, hiess es in der Stellungnahme. Der Konzern zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Verwalter zur weiteren Entwicklung des Geschäfts und zu einer höheren Effizienz beitragen werde.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte vergangene Woche die Anteile an Nestlé Russia und Nestlé Kuban unter die vorübergehende Verwaltung von L.E.V. Management gestellt. Nestlé bleibt damit formal Eigentümer, hat die Kontrolle über die Beteiligungen aber vorerst verloren.
Wie dauerhaft dieser Zustand ist, bleibt offen. Beobachter sehen eine solche Zwangsverwaltung als mögliche erste Etappe auf dem Weg zu einer Enteignung beziehungsweise Übertragung an russische Eigentümer. In früheren Fällen waren ausländische Unternehmen wie Danone und der Carlsberg-Brauereikonzern zunächst ebenfalls unter vorübergehende Verwaltung gestellt worden. Später gingen deren russische Geschäfte an russische Käufer über.
Nestlé hatte am Freitag erklärt, die Situation und seine Handlungsoptionen zu prüfen. Der Konzern betreibt in Russland sechs Produktionsstandorte.
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(AWP)
